Weinviertel 20.4.2018 Susanne Wenger

Susanne Wenger 1915-2009 Foto aus dem Katalog von 1995. Ich hatte die Initiative ergriffen und sah die wunderbare Ausstellung von Susanne Wenger in der Minoritenkirche in Krems/Stein anläßlich ihres 80. Geburtstag.
Als die in Graz geborene Susanne Wenger 1952 in Nigeria an Lungentuberkulose erkrankte kam sie mit der Spiritualität der Yoruba in Kontakt. Sie genaß nach 14 Monaten von dieser schweren Krankheit, die ihr fast das Leben kostete, sie lernte die Sprache und vertiefte sich immer mehr in das geheime Wissen. Susanne Wenger nennt es später ihre Initiationskrankheit. Dieses Phänomen ist in der schamanischen Tradition als Kennzeichen dafür bekannt, dass damit ein Proband für das schamanische Wissen sichtbar wird (Denk 1995). Susanne Wenger als weiße Frau von einem hohen Priester in das Wissen initiiert, wurde eine Yoruba Priesterin und mit der Aufgabe betreut die alten Schreine der Yoruba, die zu verfallen drohten, wiederaufzubauen. Der Naturglaube der Yoruba entsprach ihrer schon als Kind verspürten Vertrautheit mit der Natur.  Tiere, Pflanzenwesen und Naturgottheiten entstanden an den Schreinen in den Wäldern und an Flüssen Nigerias.
Ich habe mir erlaubt diese großartigen Persönlichkeiten und ihr Schaffen zu skizzieren um Ursprünge für Kreativität aufzuzeigen. Allen drei Künstlerinnen (Ceija Stoijka, Emma Kunz und Susanne Wenger) ist gemeinsam, dass ihr Schaffen aus einer größeren Kraft als der individuellen, aus der Überwindung des Persönlichen entstanden ist. Die Verbindung zum Transpersonalen hatte die ungewöhnlichen Bilder, Texte und Skulpturen entstehen lassen. Auszug aus "Bewusstsein und Kreativität", Kapitel 2.3, Hermine Brzobohaty-Theuer 2018, S: 7. http://www.susannewengerfoundation.at/de/heiliger-hain 

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