Wien 23.7.2018 Lesen und Schreiben

Habe in der Bücherei zugegriffen und Jodi Picoults „so lange du bei uns bist“ gewählt. Der amerikanische Titel ist “Lone Wolf“, was weniger beliebig ist. Das zweite Buch, dass ich jetzt gelesen habe, ist von Emily Fridlund: „Eine Geschichte der Wölfe“, englischer Titel „History of Wolves“.  Beide Bücher haben die Wölfe im Titel. Im ersten Buch erfahren wir etwas mehr über sie. Einer der Protagonisten ist ein Wolfforscher du lebt 2 Jahre mit den Wölfe in einer menschenfernen Gegend in Kanada. In „Eine Geschichte der Wölfe“ haben wir Linda als Ausgangs und Hauptfigur. Emily Fridlund beschreibt sie als genaue Beobachterin. Als Kind, Teenager, Frau. Wir kommen Linda nahe und doch frage ich mich, wie weit ich sie verstehe, ihre Reaktionen für mich nachvollziehbar sind, wie weit Ihre scheinbare Vernachlässigung und ihre vielleicht daraus entstandene Verantwortung und Sehnsucht nach Dazugehören ich verstehen kann.
In beiden Büchern stirbt ein Mensch der geliebt wird. Im ersten Buch entsteht die Frage, wann soll, kann ich einen Menschen gehen lassen? Im zweiten Buch folgen Mitglieder der Church of Christ, Scientist unhinterfragt der Ideologie der Macht der Gedankenkontrolle und unterlassen ihre Verantwortung für einen Schutzbedürftigen mit daraus folgender Todesfolge. Sie waren blind für das was wirklich gebraucht wurde, nämlich Fürsorge und Achtsamkeit, statt Ideologie und Konzepte.

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Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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