WV 19.4.2020 Der Garten


Endlich regnet es ein wenig mehr als ein paar Tropfen. Das Weinviertel ist ohnehin meist sehr trocken. In den fünf Wochen, in denen ich jetzt hier bin, wurden wir mit Regen nicht verwöhnt und auch Schnee gab es im Winter kaum.

Gerade habe ich zum Thema Achtsamkeit gelesen. Den Satz: Achtsamkeit ist das Gegenteil von Dissoziation. Der Garten lehrt mich das. Morgens, manchmal auch nachts gehe ich hinaus, schaue den Himmel an und die Pflanzen im Garten. Er, der Garten ist eher wildwüchsig. Trotzdem er klein ist, wachsen unzählige Pflanzen hier. Manche habe ich eingesetzt wie die Vergissmeinnicht, die jetzt langsam emporwachsen. Auch Gänseblümchen gab es zu Beginn nicht, nur Brennnessel und Distel. Manche Pflanzen, die sich als Heilpflanzen erweisen, sind dann plötzlich da gewesen. Die Nachbarinnen und Freundinnen brachten was aus ihnen Beständen. Wie die unzähligen Stockrosen. Im Hochsommer sind die Farbschattierungen ganz bezaubernd von Weiß über Gelb, zu Rosa, Pink, Rot und Dunkelrot. Manche meiner Freundinnen sind Gartenspezialistinnen und so habe ich in den Jahren einiges gelernt. Habe mich zu einer Paradeiserzüchterin entwickelt. Mag daher keine gekauften Paradeiser. Jetzt dauert das etwas bis die Früchte da sind. Die gesäten Pflanzerl haben schon die Keimblätter. Wenn es ein warmer Sommer wird, dann habe ich bis November was.

Die Veränderungen sind spannend. Die Landschaft wechselte von Braun und Grau zu grün getupften Bäumen und Sträuchern.  In dieser Zeit war wieder andauerndes Schneiden angesagt. Vor alle bei den Rosen. Im Mai wird es dann prächtig. Vor 10 Jahren hatte ich englische David Austen Rosen gepflanzt, etwas kümmerlich aussehende Stöckchen. Jetzt sind sie große Buschen und wissen wie sie auszusehen haben. Gleichzeitig mit den Habebutten und Hollunderblüten, wird’s dann wunderbar.

Jetzt kamen die Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Veilchen, Winterlinge, Leberblümchen und Lungenkraut. Und die schon erwähnten Vergissmeinnicht. Schwertlilien mag ich auch. Ein paar zeigen schon zwischen den Schwertblättern ihre lila Köpfe. Der Pfirsichbaum hatte in Rosa geblüht, aber auch Frost gab es. Ein Liebling von mir ist der Marillenbaum am Gemeindegrund. Letztes Jahr hatte er uns mit seinen überreichen Früchten verblüfft. Aber heuer wird die Ernte etwas geringer werden. Meine Nachbarin und ich, wechseln uns immer mit aufglauben der Marillen ab. Es ist ein große alter Baum und kochen in der Erntezeit ständig Marmelade ein. Jetzt habe ich auch Radieschen und Basilikum gesät. Und natürlich gibt es auch Tulpen und weiße Nessel, Ehrenpreis, und Traubenhyazinthen, die die Insekten mögen. Der Zierkirschen Baum meiner Nachbarin blüht zartrosa und duftet. Klingt ganz einladend.

 

WV 18.4.2020 Der blautürkise Vogel

Der blau-türkise Vogel
Hat auch Lila im Federkleid
Streckt die Flügel aus
Berührt die Communio
Der Vogelwelt
Zusammen; zusammen
Sind sie verbunden
Erstarken und sind frei.
Bis in die Zelle
Wandert die Information der allumfassenden Weisheit

Ich bin ein Vogel oder Mensch im Federmantel. Von den Armen hängen Federn: Blau, Türkis und Lila.
Fühle mich stark mit Überblick. Sehe Cuyamungue-Land-Wüste.
Gut mit den anderen zu sein, in Verbindung zu sein. Weite in Brust, feine Zellberührung. Aufrichtung vom Rücken, von der Wirbelsäule her. Verbindung zum Vogelvolk. Manche sagen auch Engel.
Dieses Tranceritual fand in einer Videositzung mit den Freundinnen und Freunden des Cuyamungue-Instituts statt. Eine Heilhaltung aus Ecuador hat uns 17 Teilnehmerinnen aus USA, Kanada und Wien durch die Trance geführt. War auch schön, nach 6 Jahren manche der FrendInnen und Freunde des Cuyamungue Institutes wieder zu sehen.

WV 4.4.2020 Stille Zeit?

Jetzt will ich auch etwas zum Thema Nr. 1 schreiben.

Ich persönlich bin privilegiert und halte mich meist im Weinviertel in meinem kleinen Garten auf, was ich sonst auch tue. Das Wetter ist sonnig und ich versuche den Rosen so einen Schnitt zu geben, damit sie im Mai prächtig blühen. Gespräche werden über den Zaun hinweg geführt oder im gebührenden Abstand. Mit Telefonaten und manchmal Videogesprächen erfahre ich wie es meinen Lieben geht.

Und die übrige Welt da draußen?

Es hast für mich noch immer etwas unfassbares diese Virus Panepidemie. Viele Menschen werden an Kriegszustände erinnert. Ein Krieg ohne Krieg und Waffen und Zerstörung, wenn auch die Rüstungsindustrie nicht mit der Produktion ruht. Was sein müsste.

Die Frage für mich ist, wie sich die Welt durch Corona verändert und verändern kann. Nehme gerade wahr wie es wäre, wenn Eigenschaften wie Neid, Gier, Gewalt, Bosheit, Angst, Misstrauen, Unterdrückung, keine Rezeptoren finden um in den menschlichen Zellen anzudocken. So eine Art Genmanipulation. Wie würde die Welt und das Zusammenleben dann aussehen? Eine neue Ordnung und Umstrukturierung würde stattfinden. Ein großes Chaos vielleicht auch, wenn unmenschliche Machtstrukturen wegbrechen. Neue gegenseitige Verantwortung könnte entstehen für die Welt und unser Zusammenleben. Sogenannte Solidargemeinschaften unter Frauen und Männern, zwischen jungen Menschen und älteren, zwischen Menschen mit schlechteren Lebensbedingungen und besseren. Ein Ausgleich, der Entspannung und Freude bringen kann.

Grundeinkommen vorwärtsbringen. Menschen, Frauen Kinder aus Sklaverei und Abhängigkeit bringen. Sand in die Räder des Profits und der Macht streuen. Die goldenen Kloschüsseln können doch nicht so viel Genuss bringen. Wahrscheinlich ist es ohnehin mehr das aufgeblasene Ego.

Es braucht die Rezeptoren der Liebe, Güte, Freude, Wärme, Humor, Kreativität, Entspannung, Neugier, u.v.m.. Die sind zu stärken, zu kräftigen. Andocken, verwurzeln, wachsen, erblühen, vermehren, kommunizieren.

Und die, die keinen Abstand halten können, die auf engsten Raum ohne hygienische Mittel zusammen gepfercht sind, wie in den Lagern und in den Farwelas, die kann es am ärgsten treffen. Da braucht es schnellsten Hilfe und geeignete Maßnahmen.

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Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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