Wien 13.5.2017 Freie Frauen


Jetzt ist es getan.
Zwei wunderbare Tagen mit den Filmemacherinnen des Filmes "Wo die freien Frauen wohnen - über das Matriarchat der Mosuo" (link zum Trailer) und mit einem so erfreulich begeisterten Publikum. Wegen des großen Interesses wurden zwei Vorstellungen dazu organisiert und diese freudige und erwartungsvolle Stimmung vor dem Film war so hoffnungsgebend wie der Film selbst. Nach jeder Aufführung entstanden spannende und weiterführende Gespräche von  kundigen und informierten Besucher*innen und dazwischen am Samstag Vormittag ein feines Gespräch im frauenzentrum mit super gschmackigen Frühstück und danach ging es noch weiter mit Anregung und froher Dankbarkeit. Was übrigens ein wesentliches Merkmal von matriarchalen/matrifokalen Gesellschaften ist. es ist die Bewegung entlang der symbolischen Ordnung der Mutter, die Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit dem mütterlichen Prinzip erweist.
Und weil es immer wieder Diskussionen und Infragestellungen, nicht bei diesen Gesprächen, bezüglich des Matriarchatsbegriffes gibt, sei gesagt, das es nicht um "Frauschaft" (Gegenteil von Herrschaft) geht, sondern um eine Fürsorge, die die Mutter und das Wohlergehen der ganzen Großfamilie im Sinne hat. Das Foto oben zeigt eine der lustigsten Szenen aus dem Film. SADAMA und ihre Freundin machen sich über einen Verwandten mit einem Spottlied lustig und singen: "Und dein Gesicht ist ein richtiges Katzengesicht!" und laufen kichernd hinaus.

Wien 4.5.2017 Ixchel die Mondfrau

Mond Mond

Du rufst – ich höre deinen Klang
Es schallt und schwingt
In Raum und Äther
Mond Mondin du -
Begleitest mich
Im Schlag und im Schlaf
Hinweg und zu dir
Ein Klingen ein Schwingen
Erfüllt und erwärmt mich

 

Trance: „Mondfrau“

Ich sehe jede Frau ist in ihrem aurischem Raum. Das Ist schön zu hören und zu sein, mit dem ganzen Körper. Ich spüre mich gerne in meiner Körperin.

Ein zartes mich mögen ist DA. Ein Lächeln und Dankbar sein. Habe eine Schlange am Kopf wie die Figur. Zu meinen Füßen sitzt ein kleines weißes Hündchen. Der Denkapparat meint: „das sollte doch laut Vorgabe ein Kaninchen sein.“ Ich lasse es wieder.

Dann höre ich: „Wer bist DU?“ Es ruft immer wieder. Ein helles Leuchten kommt von einem Zentrum, bricht in die Weite des Horizontes.
Die Frage „wer bist du“ ist an mich, aber auch an jemanden anderen gerichtet, an eine mir wichtige Person. Wer ist sie? Worum geht es hier? Es ist nicht nur eine Frage des Kopfes, sondern des ganzen Körpers. Ich bin ganz wach.

Sehe die Mondin. Wasser und Tränen fließen.

Unsere korrespondierenden Erlebnisse in der Trancehaltung lassen uns aufrecht und erhaben uns fühlen. Mit dieser Geste des aufgerichteten Armes schauen manche von uns in einen Spiegel, vielleicht mit einer Frage. Es ist licht und wir fühlen uns befreit und frei.

 

 

Wien 30.3.2017 Zeitqualität


Liebe LeserIn, falls du dich fragst was ich tue und wo ich verblieben bin möchte ich dir sagen, dass ich viel lese und auch mal was schreibe. Aber halt eine geraume Weile nicht hier. Ich lese gerade feministische, anthropologische Literatur der Pionierinnen der Anthropologie/Ethnologie wie Margret Mead, versuche Ruth Benedict zu verstehen und vergnüge mich (nicht nur weil der Text auch oft tragisch und aufwühlend ist), mit den Büchern der mir bis kürzlich nicht wirklich bekannten Autorin und Kulturanthropologin Zora Neal Hurston. Z.B. „Ich mag mich, wenn ich lache“ 2000 (1942).
Zudem bereite ich den nächsten FGIÖ Newsletter vor und organisiere, glücklich alles zusammen mit anderen, die Filmaufführung des Films „Wo die freien Frauen wohnen -  
vom Matriachat der Mosuo“, der am 12.Mai 2017 im Top Kino in Wien gezeigt werden wird.
Die drei Filmemacherinnen Uscha Madeisky, Daniela Parr und Dagmar Margotsdotter werden dabei sein und am nächsten Tag, bei einem Frühstück im Frauenzentrum Wien, uns von ihren Erfahrungen und ihren Reisen zu frauenzentrierten oder egalitären Gesellschaften erzählen. www.felicitasgoodman-institut.at
Das alles geschieht jetzt in einer chaotischen Zeit, wo manches auf den Kopf gestellt zu sein scheint, wo Entwicklungen die eher Rückentwicklungen sind geschehen, wo sich Ungleichheiten verstärken, Übergriffe und Machtmissbrauch, statt geahndet zu werden, zugelassen werden.
Grad in solchen Zeiten finde ich es immer besonders wichtig Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Der Gleichmut unter dem bei Mancher, bei Manchen eine große Portion Zorn wartet, hilft uns sich von keiner Gruppierung instrumentalisiert zu lassen und das eigene Hirnschmalz anzuwenden. Ist klar (wieder mal) eine Herausforderung. 
Wenn so eine gewisse Unruhe und Empörung auftaucht ist nochmals genau hinzuschauen und zu spüren worum es wirklich geht, wie in den Kampfkünsten, um in Balance bleiben zu können und um wirksam zu sein. Und weil ich schon mal bei den (gratis) Empfehlungen bin, erinnere ich wieder an die Praxis des „Tonglen“. Hier wird anders, weil umgekehrt als in den meisten Atem- und Achtsamkeitsübungen, das Schwierige, wie beispielsweise Enttäuschung, Kränkung, Verlust eingeatmet und das Tröstliche und Unterstützende ausgeatmet. Ist sehr wirksam.
Trotzdem finde ich auch Aktion und Aktionismus wichtig, nur halt wie und für was ist überlegt (mit Herz und Hirn) zu entscheiden.
Ja und am Donnerstag 6.03.2017 gibt s wieder einen Tranceabend zum Thema sich äußern und die Intuition stärken.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1060 Wien, Windmühlgasse 14 | Tel.: +43 (01) 715 46 28