WV 23.8.2019 Unaufgeregt


Stille in mir und in meinem Garten. Bis die Nachbarin mir ein Germteigbuchtel mit Marillenmarmelade anbietet. Fülle im Garten mit den Himbeeren und Pfirsichen.
Un- aufgeregt. Wieder ein UN Wort, wie Un-verholen und noch viele andere die ich sammle. Unaufgeregte Zeit. Das fühlt sich gut an. Es anzustreben stimmt nicht. Da liegt zu viel Spannung drin. Es ist mehr eine Entspannung, etwas Losgelöstes,  eine Form des Da Seins, des selbstverständlich Seins. Der Kater macht es manchmal vor, wen er sich vor der Türe lang ausstreckt.
Ich frage mich, kann ich dieses Unaufgeregte so weit erstrecken, dass es die Gesamtheit von Leben und Tod berührt. Dass, wenn das Leben unaufgeregt erlebt wird, das auch für den Tod gilt, die Existenz danach.
Ich habe soeben eine Zeichnung von einem peruanischen Gefäss gesehen, bei der die Gefiederte Schlange, die Totengöttin, einen, Mensch am Kopf hält und mit sich mitnimmt. Sie bilden einen Kreis in diesem Flug.

WV 22.8.2019


Igel wieder gesichtet. Im Garten mit Angela geschnitten und gemäht. Pfirsiche aufgehoben. Einstweilen nehme ich nur die, die am Boden liegen und bewahre sie für mich, die Freundinnen und Nachbarinnen, bevor die roten Schnecken sich darauf stürzen. Mit B. Martini mit Zitrone und Eis getrunken.

 

WV 20.8.2019 Wieder einmal Sein

Nichts sollen wollen müssen
Das gelingt manchmal in der Meditation. Aber auch manchmal in der Abenddämmerung beim Autofahren, während Vivaldi im Radio erklingt.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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