WV 12.7.2019 Medienhygiene


Über die angebliche „Biedermeierei“ spricht Maren Urner in OE1. Gartln, Einkochen, Blumen. Bei den Medien genauer hinzuschauen und einen Mittelweg zwischen Horrormeldungen und nur positiven Nachrichten zu finden, nennt es MEDIENHYGIENE: Die Kritiker nenne den konstruktiven Journalismus: Kuscheljounalismus. Heute in OE1 wird das Buch von Maren Urner vorgestellt. "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang", Wie wir uns auf die digitale Vermüllung wehren können: Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner erklärt, warum die digitale Informationsflut unsere Gehirne überfordert https://oe1.orf.at/player/20190712/559396
 (Buch: Droemer Knaur)
 Beitrag: Maicke Mackerodt

'WV 6.7.2019 Unausweichlichkeit


Stanley Jeyaraja Tambiah (1929 - 2014) zitiert Wittgenstein. W. ist nicht so mein Liebling, aber diese Zitate finde ich irgendwie witzig.
"Die Unausweichlichkeit der kosmologischen Perspektive drückte Wittgenstein auf anschauliche Art und Weise mit folgendem Aphorismus aus: Wenn Flöhe Riten schaffen würden, so hätten sie den Hund zum Gegenstand.
Unter Kosmologie verstehe ich die Gesamtheit der Ideen, welche die Phänomene des Universums als geordnetes Ganzes spezifizieren und klassifizieren, und die
Normen und Prozesse, welche dem Universum zugrunde liegen. Meines Erachtens sind die zentralen kosmologischen Ideen einer Gesellschaft jene orientierenden Prinzipien und Begriffe, die als heilig betrachtet, ständig als Maßstäbe benutzt und wegen ihrer Würde ohne große Änderung beibehalten werden."
Den Begriff Unausweichlichkeit finde ich ohnehin so interessant, dass ich mir gerne Gedanken darüber mache.
Die UN Wörter finde ich und sammle sie. Wieder eines. Sie haben oft mit Widerstand und Frauenleben zu tun.
Mit UN- gehörig habe ich glaube ich vor ca. 20 Jahren zu sammeln begonnen.

WV 4.7.2019 Sommerimpressionen

Hitze, Schweiß, Was hilft da? Schwimmen und Salbeitee. Der Körper, die Körperin, das Vehikel in der dritten Dimension. Mit ihr oder ihm können wir uns hier zu schaffen machen.
Ich werde es demnächst mehr im Garten tun. Ich werde die Prozesse mehr beobachten und begleiten. Dieses Jahr sind meine Ansprüche klein. Die Jahre davor war ich hellauf begeistert über die Gunst der Paradeissamen. So viele Samen haben sich zu kleinen Pflänzchen geöffnet und wurden zu schönen Pflanzen und Früchten in vielen Farben und Größen. Heuer war es eher mager. 5 Pflanze stehen in meinem Beet und noch ein paar in Töpfen. Umdrängt werden sie von Baumspinat und roter Melde, während die Himbeeren von hinten heranwuchern. Daran gibt es keinen Mangel – an Himbeeren. Ein großes Vergnügen ist es am Morgen hinauszugehen, die noch frische Luft zu spüren, mich umzuschauen und Beeren zu naschen. Das kleine Ribieselbäumchen trägt auch und rötet sich. Die Brombeeren haben Blüten und kleine Früchte. Weinberg Pfirsich und Wein wächst. Das Wachsen, Werden und Vergehen.
Die leitende, schöpferische Kraft hat Marija Gimbutas CREATRIX genannt. Sie, die die Göttin nicht suchte, sondern in ihren archäologischen Grabungsprojekten, in Griechenland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, und  in all den  ehemals jugoslawischen Staaten fand, hat mit ihren Publikationen und den darin enthaltenen Abbildungen, in vielen Menschen eine Türe aufgestoßen, zu einem neuen Verständnis der Geschichte, des Zusammenlebens und der Geschlechterverhältnisse. Viele haben sich seit den 1990er Jahren aufgemacht, auch geistig Archäologie zu betreiben. Mit der Forschung zu den Rituellen Körperhaltungen, sind wir aktiv dabei und gehen vielleicht noch einen Schritt weiter, oder diverse Schritte zu Kreativität, Entwicklung und Bewusstsein.
Jetzt in der Hochzeit des Sommers verändert sich der Garten und die Pflanzen. Manche ziehen sich jetzt schon zurück. Manche hatten keine Chance, wie der Salat, der verkümmerte. Die Parallele finde ich wichtig, zwischen angemessener Hege und Pflege der Pflanzen und die des Menschen. Meiner Pflege. Diese Angemessenheit lässt mich vielleicht kräftig und energetisch sein und die Dinge tun, die ich für mich und mit anderen GUT finde. Die Körperhaltungen sind seit fast 30 Jahren ein Teil dieses anregenden Seins in meinem Leben.
Film Marija Gimbutas: “Out of Time”, ich liebe diesen Film.
Hermine Blog: Sommersonnwende (und anderes)
  
 

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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