WV 15.8.2019 Grosser Frauentag


Diesmal entscheiden wir uns für die Trancehaltung der mexikanischen Tlacolteotl. Sie wird auch Sündenfresserin genannt. Als ich sie kennenlernte, verblüffte sie mich, da sie für Exkremente und Liebe zuständig ist. Belinda Gore schreibt, dass das gar nicht so weit auseinander liegt, Da der Liebesgöttin gebeichtet wurde und das Aussprechen ein Aussscheidung der bösen oder grausamen Taten waren. Wir wählen sie, da das Thema Schuld auftaucht. In der Trance sehe ich den Skarabäus. In der ägyptischen Kosmologie ist er derjenige, der einen Kotball vor sich herrollt. Darin legt er die Larven ab. So steht der Skarabäus für das wiederkehrende Leben. Felicitas Goodman hat uns aber immer auf die direkte Erfahrung in der Trance hingewiesen, als auf schon bestehende Mythologien oder Symbole zu achten. So war jetzt in dieser Trance wichtig, diesen Schild vor mir zu tragen und auch, dass er in Grün, Blau und Gelb schillerte.
In meinen Rosen sitzt manchmal so ein schillernder Käfer, der Rosenkäfer.

Sündenfresserin
Glänzend und schillernd
Ein Tanz in alle Weiten
Von trippelnden Füßen
Und feine Samen werden dahingetragen
Fliegt dahin, trägt die leichte Last
Ins Universum
Es weitet sich die Enge
Und Strä(e)nge
Der verknoteten Hindernisse
Frei wird der Mensch
Im eigenen Sein

Wien 2.8.2019 Mary H. Kingsley


Mary Henrietta Kingsley`s "Reisen in Westafrika" Durch Französisch-Kongo, Corisco und Kamerun 1895, lese ich gerade.
Sie ist eine unglaubliche Frau. Sie bereiste einige Male, von 1893 -1895 die Flüsse, Sümpfe und Berge Westafrikas. Viktorianisch gekleidet in ihren Röcken und Unterröcken (nie im Leben würde  sie in Hosen gehen) bestieg sie den höchsten Berg Kameruns und kam in Gegenden, die vor ihr noch kein Weißer betreten hat. Aber was mich noch mehr fasziniert ist ihr humoristischer Schreibstil. Zuerst schien er mir wie ein Fantasy Roman und dass die Figur der Mary Kingsleys der Fantasie von ihren ÜbersetzerInnen entsprungen ist. Aber anscheinend, laut der Linguistin Luise Pusch und Fembio, ihrer Biographie Seite, hat es Mary H. Kingsley doch gegeben. Kostprobe aus Fembio:
“Ich bemerkte einen strengen Geruch in der Hütte…Die Spur führte zu den Taschen. Also holte ich die Größte herunter und merkte mir genau, auf welche Weise sie verschlossen war…Dann schüttete ich den Inhalt in meinen Hut, um nichts Wertvolles zu verlieren. Es handelte sich um eine menschliche Hand, drei große Zehen, vier Augen und andere Teile des menschlichen Körpers. Die Hand war frisch, die anderen Dinge schrumpften bereits.” (Mary Kingsley über eine Nacht in der Hütte eines Fang-Häuptlings, zitiert nach Kingsley 1989, S. 120).

Bremen 30.7.2019 Bildhauerinnen

   
BILDHAUERINNEN IN Bremen: Sitzende von Hanna Koschinsky
das war es - bis 11.8.2019. im Bremer Museum Böttcherstrasse, und im  Gerhard-Marcks-Hauses
 
Und an der Weser sitzen und es ganz lustig haben mit den Freundinnen.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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