Wien 23.7.2018 Lesen und Schreiben

Habe in der Bücherei zugegriffen und Jodi Picoults „so lange du bei uns bist“ gewählt. Der amerikanische Titel ist “Lone Wolf“, was weniger beliebig ist. Das zweite Buch, dass ich jetzt gelesen habe, ist von Emily Fridlund: „Eine Geschichte der Wölfe“, englischer Titel „History of Wolves“.  Beide Bücher haben die Wölfe im Titel. Im ersten Buch erfahren wir etwas mehr über sie. Einer der Protagonisten ist ein Wolfforscher du lebt 2 Jahre mit den Wölfe in einer menschenfernen Gegend in Kanada. In „Eine Geschichte der Wölfe“ haben wir Linda als Ausgangs und Hauptfigur. Emily Fridlund beschreibt sie als genaue Beobachterin. Als Kind, Teenager, Frau. Wir kommen Linda nahe und doch frage ich mich, wie weit ich sie verstehe, ihre Reaktionen für mich nachvollziehbar sind, wie weit Ihre scheinbare Vernachlässigung und ihre vielleicht daraus entstandene Verantwortung und Sehnsucht nach Dazugehören ich verstehen kann.
In beiden Büchern stirbt ein Mensch der geliebt wird. Im ersten Buch entsteht die Frage, wann soll, kann ich einen Menschen gehen lassen? Im zweiten Buch folgen Mitglieder der Church of Christ, Scientist unhinterfragt der Ideologie der Macht der Gedankenkontrolle und unterlassen ihre Verantwortung für einen Schutzbedürftigen mit daraus folgender Todesfolge. Sie waren blind für das was wirklich gebraucht wurde, nämlich Fürsorge und Achtsamkeit, statt Ideologie und Konzepte.

Wien 19.7.2018 Was mich berührt

Federntempel
Was mich berührt, dem muss ich zuerst begegnen. Heute im Netz, weil ich mir, höchstwahrscheinlich, endlich, das neurenovierte Weltmuseum, auch von innen anschauen will. Da fällt mir dieser Federtempel auf. Wie groß dieses Ahninnen und Geisterhaus ist, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden. Museumsbeschreibung:
Federtempel (hale waiea)
Dieses weltweit einzigartige Modell eines hawaiianischen Zeremonialhauses in Form eines Federtempels wurde im Rahmen der dritten Weltumsegelung des britischen Seefahrers Kapitän James Cook (1728-1779) erworben. Das Hausmodell besteht aus einem Flechtwerk aus den gespaltenen Luftwurzeln einer Kletterpflanze und ist mit roten und gelben Federn besetzt. Die Türöffnung weist einen Dekor aus sieben angenähten Schildpattplättchen auf. In den Tempeln Hawai‘is befragten Priester Orakel über den Ausgang politischer und kriegerischer Unternehmungen und stimmten die weitere Vorgangsweise mit den Göttern ab. Das rare Stück kam nach Österreich als Baron Leopold von Fichtel 1806 nach London reiste um im Auftrag des österreichischen Kaiserhauses bei einer Versteigerung der Cook-Objekte aus dem Privatmuseum von Sir Ashton Lever Gegenstände für die Sammlungen des österreichischen Kaisers Franz I. zu erwerben.
Nachtrag: Das Federnhaus ist ca. 50cm groß.

Wien 16.7.2018 Schlussfogerung Kap. 6


Kapitel 6 Schlussfolgerung: Bewusstheit und Kreativität und die Rituellen Körperhaltungen nach Felicitas D. Goodman
Seit jeher suchen Menschen sich auszudrücken. Eindrucksvoll Zeugnisse finden wir an Höhlenwänden Spaniens und Frankreichs, an Felswänden der Sahara und Australiens. Figürliche Funde geben eine Vielfalt des inneren und äußeren Kosmos der frühen Menschen wieder. Dass dieses sich Ausdrücken in einem engen Zusammenhang mit Bewusstsein und der Verbindung zum Überpersönlichen und damit zu außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen steht, habe ich versucht in den Kapiteln über die drei Künstle-rinnen aufzuzeigen. Im zweiten Teil meiner Arbeit widme ich mich der Ekstatische Trance, die durch rituelle Körperhaltungen hervorgebracht wird. Anhand der zitierten wörtlichen und graphischen Beispiele, wird ein Einblick in die allumfassende positive Wirkung dieses bewusstseinsverändernden Weges aufgezeigt.
Zwei Bereiche hätten ich gerne noch genauer angeschaut, wie die der Entstehung von inneren Bildern, ohne externe Drogen und die Wechselwirkung von Bildern auf Körper und Psyche. Das andere ist die Wirkung des sogenannten morphogenetischen Feldes. Damit meine ich die vernetzten Bilder und Erlebnisse, die in der Trance erfahre werden, wenn gemeinsam das Ritual vollzogen wird.
Weiters ist die Möglichkeit des Einsatzes in der Gesundheitsprävention ein noch zu hinterfragendes Thema.
Abschließend sei noch betont, dass laut indigener Lehren es erst das manifeste Mitbringen aus der anderen Wirklichkeit, sei es durch Schreiben und Zeichnen, ermöglicht, die erlebten, schönen und aufregenden Inhalte, im alltäglichen Bewusstsein zu verankern.  Dadurch bleibt es nicht nur beim momentanen sinnlichen Erleben, sondern dadurch erst können die ungewöhnlichen Erfahrungen, auch sinnvoll und nachhaltig umgesetzt werden. Text aus: Bewusstheit und Kreativität und die Rituellen Körperhaltungen nach Felicitas D. Goodman, Hermine Brzobohaty-Theuer 2018, S: 19.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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