Wien 29.12.2016 wieder zu Georgia O`Keefe


Gehe mit den Freundinnen wieder zur Georgia O`Keefe Ausstellung im Kunstforum Wien. Glücklich sind nicht zu viele Menschen da. Setze mich zuerst zum Film. Teile davon habe ich als „Enchanted Land“, ein Film über und mit Georgia O`Keefe schon im O`Keefe Museum in Santa Fe genossen. Darin sind Fotos von ihr als Kind und junge Frau und Filmausschnitte als alte Frau in der wüstenähnlichen Landschaft von New Mexico zu sehen, ihre Ghostranch und das Winterdomizil in Abiqui. Die frühen Themen ihrer Aquarelle und Ölbilder sind Körper, Landschaften und die übergroßen Blüten in die ich gerne hineinsinke und die mich als Malthemen schon beschäftigt hatten.
Welches ist dein Lieblingsbild fragt Bettina? Für heute ist es ein in Bronze und Kupfer glühendes Landschaftsbild des Chama Valleys in New Mexico. Titel:  Rust Red Hills 1930
1917 hatte sie New Mexico kennengelernt und meinte, dass sie von da an fasziniert war und immer dahin zurückgekehrt ist. Ich sehen mir die späten Bilder von den 50er und 60er Jahren an. Sie malt Adobemauern, Wolkenhimmel und weite Horizonte. 1965 malt sie das 713,5 cm lange und 243,8 cm hohe Bild „Sky Above Clouds IV. Es sind ihr noch einige Jahre gegeben, bis sie 1971, mit 73 Jahren, an einer Makuladegeneration fast erblindet. Von da an, stellt sie einige grandiose Keramikskulpturen her.


  Black Door with Red 1954

Weinviertel 3.12. Trance Frau aus Tisza

Sonntagstrance der Frau aus Tisza in Ungarn, mit den großen Händen 2

Der virtuelle Trancekreis, also die daran teilnehmenden Forschenden 6 Kolleginnen und ein Kollege wollen die Erfahrung mit der Frau mit de n großen Händen und dem Netzrock nochmals, innerhalb zweier Monate, erleben.

Rautengeheimnis

Von Frau zu Frau

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Anfang zu Anfang

Schwingendes Netz

Fängt uns auf

Hält uns inne

Lässt uns ahnen und wissen

„Im Kreis, im Kreis

Schwarz und weiß, schwarz und weiß

Ich weiß

Singt sie

 

„Frau Holle schüttelt ihr Netz aus“ ist der Titel der Trance.

Die Raute, ich stehe in ihrer Mitte. Sie ist ein Tor. Viele Tore sind um mich. Viele Rauten, viele Frauen. Eine Armee von Frauen.

Ich bin etwas unsicher, weil ich spüre, dass sich der Vogelkopf der Rassel bewegt. Er könnte davon fliegen, (passt für einen Vogel) und die Steinchen sich in den Raum ergießen. Denke: „ na und“ und entspanne mich geistig und spanne wieder die Finger an. (in der ersten Trance kam ja dazu der Hinweis) Das ist wesentlich für diese Haltung, wie die leichte Beugung des Kopfes nach hintern und den Steiß etwas hinaus zu drücken.

Die Rauten bilden gleichzeitig ein Labyrinth, sind Wege ins Geheimnis. WOHIN führen sie?

Frau Holle schüttelt ihr Netz aus und wirbelt im Kreis mit schwingendem Netzrock. Der bildet eine Unterteilung, eine sich bewegende Grenze zwischen Oben und Unten.

„Schwarz und Weiß, Gut und Böse, auch Grün und Weiß“. Es ist ein Lied. Die Polaritäten werden besungen in einem Kinder- und „Spottlied“. Es macht sich lustig über die Bewertungen.

Trennung, Teilung, dabei Ordnung ohne Wertung, besonders ohne Abwertung. Platz finden, Gehen, Suchen, Richtung ändern, wohin finden, wo landen (durch den mäandernden Weg durchs Labyrinth).

Wien 20.12.2016 längste Nacht


Es gäbe so viel zu schreiben. Vielleicht morgen. Trotz der GästInnen. Denken tue ich jedenfalls. Foto: Die thessalische, vogelköpfige Göttin aus Seslo - Megali Vrisi 5700 v.d.Z., von einer weinviertler Künstlerin nachempfunden, zwischen meinen Brombeeren.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1060 Wien, Windmühlgasse 14 | Tel.: +43 (01) 715 46 28