WV 31.8.2019 Zeitqualität


Bin begeistert, dass noch Sommer ist. Noch gibt es diese heißen Tage und ich schwimme wieder im Teich. Ich weiß, das klingt sehr selbstbezogen, weil das auch heißt Klimaerwärmung mit den anhängenden Problemen. Es ist eine Auszeit hier im Weinviertel. Immer wieder ein Rückzugsort. Trotzdem ganz leicht mit den Freundinnen und Nachbarinnen zu plaudern. Und Besuch kommt auch immer wieder.
Was in der Welt vor sich geht, lasse ich etwas distanziert vorüberziehen. Wenn ich in Wien bin, fallen mir manchmal Tages- und Gratistagezeitungen in die Hand. Da bekomme ich manche Strömungen, aber auch menschliche und politische Grauslichkeiten mit. Von den Grauslichkeiten, der sich selbst zum Stolpern gebrachten Regierung, ist zumindest in den Nachrichten nicht mehr so häufig etwas zu hören. Ich muss mich über Herrn K. nicht aufregen, nur über das Foto, dass auf Schritt und Tritt zu sehen.
Ungeheuerlich, in Hinblick auf die baldigen Wahlen, dass manche Menschen sich verführen und verblenden lassen und Versprechungen glauben. Ihre Emotionen schüren lassen gegen andere.
Wie ist das zu verhindern, das Ausgrenzen, das Abwerten, das Beschämen, das Verleumden, das Morden?
Wie wäre es mit GEMEINWOHL? Können wir uns dieses Wort auf der Zunge zergehen lassen? Kleine Denkanstöße, so wie die Smilies in der Münchner U-Bahn.
Was gibt es noch Schönes, Positives auf der Welt?
Ich stelle meine Trancebilder aus und lese dazu Gedichte.
Die Frauenstreikfrauen treffen sich. 
Das Klima ist mehr in den Mittelpunkt gerückt. Vielen jungen und nicht mehr so jungen Leute ist es wichtig und sie äußern sich und setzen sich ein.
Worum geht es hier- global? Es ist ein Aufbrechen der Verhärtung. Der Verhärtung des Herzens. Die Folgen davon sind so krass, dass es keine Steigerung mehr gibt. Deshalb wird diese Struktur zusammenbrechen, sich auflösen. Die Vision ist, dass eine Transformation in eine lebendigen, freudige, freie Weltengemeinschaft geschieht. Wie das voran geht, mit welchen Zusammenbrüchen kann ich nur ahnen. Wahrscheinlich schon auch dramatisch. Wie unser Bundespräsident sagte, meine nächsten 30 Jahre (lachen im Publikum) werde ich schon überstehen, aber die Nächsten, die Jugend, wie wir es der wohl gehen?

WV 29.9.2019 Vernissage


VERNISSAGE im KÜNSTLERINNENCAFE des Zentrums PUUN. Beginn 18h, Lesung 19h. Ich freue mich, einige der Trancegraphiken, die seit 20 Jahren, im Zusammenhang mit den Rituellen Körperhaltungen entstanden sind, zu zeigen. Ich hoffe, dass es mir gelingt sie stimmig zu präsentieren. Natürlich würde ich mich über interessierten Besuch freuen. Komödiengasse 1, 1020 Wien.

WV 23.8.2019 Unaufgeregt


Stille in mir und in meinem Garten. Bis die Nachbarin mir ein Germteigbuchtel mit Marillenmarmelade anbietet. Fülle im Garten mit den Himbeeren und Pfirsichen.
Un- aufgeregt. Wieder ein UN Wort, wie Un-verholen und noch viele andere die ich sammle. Unaufgeregte Zeit. Das fühlt sich gut an. Es anzustreben stimmt nicht. Da liegt zu viel Spannung drin. Es ist mehr eine Entspannung, etwas Losgelöstes,  eine Form des Da Seins, des selbstverständlich Seins. Der Kater macht es manchmal vor, wen er sich vor der Türe lang ausstreckt.
Ich frage mich, kann ich dieses Unaufgeregte so weit erstrecken, dass es die Gesamtheit von Leben und Tod berührt. Dass, wenn das Leben unaufgeregt erlebt wird, das auch für den Tod gilt, die Existenz danach.
Ich habe soeben eine Zeichnung von einem peruanischen Gefäss gesehen, bei der die Gefiederte Schlange, die Totengöttin, einen, Mensch am Kopf hält und mit sich mitnimmt. Sie bilden einen Kreis in diesem Flug.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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