Weinviertel 27.11.2016 Tonglen

 

Ah ja ich wollt etwas schreiben, im Bezug zur Zeit, der Zeit bis zur Wahl. Viel Aufregung, Ängste Sorgen, Verwirrung, etc. bestehen. Eine Anregung: Eine buddhistische Praxis ist das Tonglen. Pema Chödrön beschreibt es in:“ Wenn alles zusammenbricht“. Es ist eine Praxis der Meditation und wird als gegen den Strich bürsten oft aufgefasst. Denn meist, zumindest ich, lasse ich beim Ausatmen abfließen, gebe Altes, Verbrauchtes ab und atme das Neue, Frische, Stärkende ein. Beim Tonglen ist es umgekehrt. Es wird empfohlen es für Menschen zu tun die leiden und Unterstützung brauchen. So wird ihr Leid eingeatmet und Trost, die Kraft und Entspannung ausgeatmet. Wenn das schwierig ist empfiehlt Pema Chödrön zuerst für sich selbst zu atmen. Das eigene Leid, die eigenen Schwierigkeiten einzuatmen und die Entspannung, Leichtigkeit und Freude, etc. auszuatmen. Und folgend für die Menschen die es ebenso brauchen. Das Leid, die Verwirrung und die Ängste einatmen, die Güte und Weisheit ausatmen. Wir können es brauchen.

Wien 4.11.2016 Erdmutter

 Zuerst ein Einstimmen: „was unterstützt mich am besten?"

Mein Thema: Mich öffnen, mit der Geste der offenen Hände, und gelassen sein.
Trancetitel: Sinnlicher Blütenregen
Krächzen von Vögeln einige Zeit lang.
Blütenblätter, Rosenblätter, Ringelblume, Kräuter. Ich schmiege mich mit meinen Wangen in die Blüten und liege darin. Ich lebe, obwohl ich im Blütenteppich liege. (Eine der ersten Trance Erlebnisse mit der Frau von Willendorf war eine Bestattung mit Blütenpollen) Duft von Rauchkräutern. Ich erfreue mich an den sinnlichen Sensationen. Zeitlos.  Ich könnte lange so sein. Spüre die Erde und das Bewusstsein „ich bin die Welt“ und ich möchte unversehrt sein, natürlich, und ich sorge dafür. Es ist eine starke Präsenz und Ausstrahlung. Kein Kämpfen, jedoch eine kraftvolle Verantwortung und Autorität.

Frau von Willendorf

Ich bin die Welt
Komme was mag
Ich bin die Welt
Die Schöpferin und Gebährerin
Ich durchdringe das Sein
Ich bin da
Erfreue dich an mir
Erfreue dich an meinen Gaben
Und dem Sein.

Weinviertel 6.11.2016 Große Hände

Die ungarische Frau aus Tisza mit den großen Händen

ist bei dieser Gemeinschaftstrance die, welche uns in die andere Wirklichkeit führt. 
"Das Geheimnis des Blutes" ist der Titel der Trance.
Pickende kleine Vögel um mich herum. Ich rassle mit der Vogelrassel.
„Ins Geheimnis, ins Geheimnis“ ruft es.
Das Muster des Rockes ist ein Labyrinth, führt mich und uns ins Geheimnis, auf verschlungenen Wegen.
Ich schüttle das Netztuch aus, wie Frau Holle. Von mir gehen Fäden aus, in die Horizontale, rund um mich. Sie flattern und zittern im Wind. "Geheimnis des Blutes, Geheimnis der Gebärmutter" flüstert es.

Insgeheim ins Geheimnis
Ins Geheimnis führt uns das Labyrinth.
Die verschlungenen, eckigen Pfade
mäandern sich durch Fleisch und Erde.
Wir lassen uns treiben und wechseln die Richtung.
Mal auf mal ab
torkelnd und taumelnd
vertrauensvoll in die Tiefe
vertrauend der Rassel in die Tiefe
des Geheimnisses.
Auch wenn ich nicht weiß
Doch liegt es in mir.
Diese Rautenmäander, die sich bei mir zeigen und die an vielen ungarischen Statuetten zu sehen sind, finde ich sehr bedeutsam. Da ist noch zu untersuchen. Beim Malen oder Ritzen in Ton.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1060 Wien, Windmühlgasse 14 | Tel.: +43 (01) 715 46 28