Pavlov 8.10.2016 Frauenexkursion

Es macht Spaß, das gemeinsame Erkunden und Erleben und Erforschen. Und dass alles geklappt hat. Denn bei so einem Ausflug kann auch einiges schief gehen. Siehe Schussapparat in den Weinbergen. So flexibel bin ich auch wieder nicht, dass dann auf der Stelle eine Alternativlösung da ist. Aber wie gesagt, ich habe den Ausflug gut vorbereitet und die Mitspielerinnen haben freudig mitgespielt. Im Museum, das jetzt sehr modern, ästhetisch und didaktisch klug die besonderen Exponate zeigt, beim Ritual am Fundplatz der Frau, Schamanin und Urmutter von diesem Ort und beim Tranceritual in der Haltung der Schamanin. Obwohl sich einige Frauen kannten und einige gar nicht, war es ein vertrauensvoller Kreis, in welchen wir geteilt haben, was wir im Kontakt mit der „Anderswelt“ erfahren durften. Für mich waren es ein Verwandlungsprozess der Auflösung in dem ich mich hingegeben habe, ohne Furcht. Im bald kommenden Newsletter des Felicitas Goodman Institutes ist dann noch mehr  darüber zu lesen.

Weinviertel 5.10.2016 Glücklich sein

Glücklich sein
ist ein Erleben der Zellen, ähnlich, wie wenn ich etwas esse das mir sehr gut schmeckt und dass ich mir auf der Zunge und am Gaumen und auch in der Brust  schmecken lasse. Es ist als wäre die Zelle ein ganzer Körper, die mit allem, von Zellkopf bis Zellfuss genießt, wohlige Empfindungen verströmt, ein Lächeln in der Haut trägt. Ja, genau so.

graphik armina theuer 2005

 

Pavlov 2.10.2016 Vorbereitung

Fahre nach Südmähren um den Ausflug am 8.Oktober vorzubereiten. Beim ersten Besuch im neuen Museum Archeopark war ich so überwältigt vom Modernen und vom Neuen. Habe dem kleinen, feinen Museum im Biedermeierhäuschen in Dolni Vestonice nachgetrauert, aber diesmal konnte ich die Eindrücke gut aufnehmen. Schon die Fahrt durch das frühherbstliche Land war schön. Ein bißchen Regen und Dunst während ich über den pavlovschen Höhenrücken fuhr. Machte Halt oberhalb von Pavlov und blickte auf den Stausee. Stellte mir vor, wie es war, als die Taya schmal durch das Land floss und spürte hinter mir den Berg mit der Mädchenburg. Im Museum sah ich mir wieder den Film über die Grabungsgeschichte an. Detailliert wird über die verschiedenen Abschnitte ab 1925 mit der Entdeckung der „Venus“ von Dolni Vestonice berichtet und das, oh Freude, mit englischen Untertiteln. Ich begutachte die Vitrinen mit den Artefakten. Einige ganz zierliche Sächelchen sind darunter, wie ein Stückchen einer Frauenstatuette aus gebrannten roten Ton. (rund 25.000 Jahre alt) Es besteht aus dem Unterköper mit Becken und Beinen und einem gemusterten Gürtel. „Ganz reizend“ würde Felicitas Goodman sagen. Im Ganzen ist das Figürchen 3 cm groß. Etwas berührt mich hier sehr stark. Immer wieder. Danach spaziere ich durch die Weinberge und suche einen Platz für die Trance. Vielleicht geht es ja doch - wettermäßig – im Freien. Aber plötzlich erschrecke ich durch einen riesigen Knall, ganz in meiner Nähe. Es ist ein Schussapparat, der in Abständen laute Kracher von sich gibt um die Vögel von den Trauben abzuhalten.
So wird uns immer wieder etwas Neues beschert um beweglich zu bleiben.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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