Wien, 31.12.2012 Silvestra

Auch heute ist die Fensterbank wieder besetzt, die Ohren gespitzt, sowieso, und die ganze Aufmerksamkeit gilt den Dingen da draußen, wie sich bewegende Blätter, Sonnenreflektierungen, Schatten, ein Vogel - wow.

Ich beobachte von meinem Rekonvaleszenzplatz die beiden Beobachterinnen Tigris und Tibor. Der bellende Husten ist etwas gemildert.

Gedanken über die Gespräche mit Freundinnen über die brutale Gewalt gegen Frauen in Wien und an anderen Orten. Was will ich mir, meinen Freundinnen, Schwestern, Töchtern, Enkelinnen und anderen Frauen raten? Wie können wir, sie sich am besten schützen, sich sichern? Wir haben über Haltungen in der Öffentlichkeit gesprochen, über das Bewusstsein an einem öffentlichen Ort Strategien der Absicherung parat zu haben. Die können von Frau zu Frau unterschiedlich sein, jedoch Achtsamkeit braucht es in jedem Fall und Kontakte zu andern Frauen, Personen, Menschen. Ich denke, dass meine, unsere persönliche Wehrfähigkeit von wesentlichen Nutzen ist. Wenn ich mir zutraue mich zu  wehren, laut zu sein, zu pfeifen und zu rufen vergrößert sich mein Energiefeld, der Radius der Unterstützenden. Wendo ist wieder aufzufrischen, damit Reflexe ablaufen können, Pfefferspray, Trillerpfeife. Große Wertschätzung an die Frau, die einer anderen in der U Bahn beigestanden hat und zusammengeschlagen wurde. Ich wüsste gerne, wie es ihr geht.

 

Wien 30.12.2012 Frau Holle

Blauer Himmel, im Haus gegenüber Frau Holle mit Tuchent. Ich lese weiter bei „Smilla“. Habe gestern meine Bilder durch den Film ergänzt. Mir gefällt die Smilla von Julia Olmont. Frech, rücksichtslos, auch mit sich selbst. Sie mutet sich Unbegrenztes zu, auch wenn ihr die grauenvolle Bedrohung des Eingesperrtseins droht. Schön eine der Schlussszenen, wo sie in Gela Alta in Grönland, alleine über den Schnee, zielgerichtet zwischen den Eisbergen geht.   Sonst: Schleimhäute strapaziert, Lungen eng, Hals nur wenig kratzig. Etwas Mango zur Erfrischung. Trotz des Datums noch ruhig draußen. Tigris auf der Fensterbank beobachtend.

Wien 29.12.2012 UreinwohnerInnen

Inuit in Grönland und Sarayaku in Ecuador und Hopi in Arizona und.............

Amnesty International hat zusammen mit den Ureinwohnern von Ecuador, den Sarayaku den Film " Die Kinder des Jaguar" über die Zerstörung ihres Lebensraumes gedreht. Der Film wurde preisgekrönt.  Ölfirmen wurde ohne Rücksprache mit den Ansässigen Bohrrechte erteilt und damit die Erde, das Wasser vergiftet und die sozialen Strukturen zerstört. Dieser Film ermöglicht uns mehr zu wissen, was mit unser aller Lebensraum geschieht, wie er zerstört wird und wie wir einschreiten können. Dieser Film ist für die Sarayaku das Zeichen dafür dass es REICHT!!! http://amazonwatch.org/news/2012/1002-sarayaku-indigenous-people-and-amnesty-international-win-film-award

Description: Children of the Jaguar is a campaign documentary about the struggle of the Sarayaku indigenous community of Ecuador in order to defend their human rights and the right of many other communities across the Americas. A few years ago, the government authorised an oil company to enter Sarayaku's land and drill for oil. Neither the government nor the company consulted with Sarayaku whether the project was in line with their traditions and way of life. Since then, Sarayaku has been campaigning for justice and redress, including the removal of 1.4 tons of explosives which are still buried on their ancestral land. They are also defending their right to be consulted regarding further development projects which may affect them in the future.
Having exhausted all judicial avenues at home, the Sarayaku have taken their case to the Costa Rica-based Inter-American Court of Human Rights. Children of the Jaguar follows the Sarayaku delegation as they make their way to the highest regional court in the Americas. If they win, the court's decision will benefit Sarayaku and many other Indigenous groups across the region. It will send a powerful message to all governments asking them to consult with Indigenous communities and request their consent before carrying out development projects that may affect their lives.
Amnesty International is supporting Sarayaku's campaign to defend their rights and the rights of Indigenous peoples across the Americas.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1060 Wien, Windmühlgasse 14 | Tel.: +43 (01) 715 46 28