Wien 24.2.2013

Wieder Schneestapfen mit Alice. Diesmal noch mehr Schnee als vor einer Woche. Carlos macht es riesigen Spass. Nur die anderen Hunde müssen einen großen Bogen um uns machen. Da kennt er keinen Spass.

Und bei Dr. Siri „ Briefe an einen Blinden“ von Colin Cotterill tut sich im kommunistischen Loas der 1970 er einiges. Ein Blinder wird mit dem Lastwagen überfahren und hat einen Brief mit unsichtbarer Tinte bekommen. Tja! Doch Dr. Siri, der erste und einzige Pathologe in Laos, kommt dank seines inkorporierten Mediums, immer den Geheimnissen auf die Spur. Diesmal ist es ein Komplott das er mit seinen beiden MitarbeiterInnen Dtui und Phosy zu verhinden sucht.

Wien 23.2.2013

In Gedanken an die Türkeireise im Mai schmökere ich auf der Ausgrabungshomepage von Chatalhüyük http://www.catalhoyuk.com/downloads/Catal_News_2011.pdf. Jährlich werden die Tätigkeiten von Chatal Hüyük in einem Newsletter zusammengefasst. Im Jahr 2011 wurden wieder Wandgemälde freigelegt. Ein Teil ist in unterschiedlichen Rotockerfarben angelegt, mit Gitter und netzartigen Mustern. Diese Innenausstattung ist nie gleich. Immer andere Muster. Manche abstrakt. Eine Wand wie Muskelstränge, eine andere wie konzentrische Kreisformen. Sehr bekannt sind die Tier- und Menschenszenen, auch rot auf weißem Gipsverputz. Springend, Spielerisch, vielleicht neckend. Die Interpretation als reine Jagdszenen ist nicht haltbar.

Zudem sind in diesem Jahr Abdrücke von Händen, ebenfalls in roten Ocker, gefunden worden.

Ich hole mir die Publikation von James Mellaart“ Chatal Hüyük – Stadt aus der Steinzeit“ von 1967 hervor. Ist gut darin wieder hineinzulesen. Es sind noch immer die Grundlagen der Ausgrabungen in Chatal Hüyük. Dank seiner Genialität und die seiner Mitarbeiterinnen, seiner Frau Arlette Celani-Mellaart und seiner Zeichnerin Viola Pemperton-Pigott und seiner Unverfrorenheit und seiner Medienwirksamkeit war seine Entdeckung Thema der Titelseiten in England und USA: „Stone Age Painted Hall Found in Turkey“. Er war der Superstar der Archäologie und bestätigte Bachofens „Das Mutterrecht“ und die Theorien anderer MatriachatsforscherInnen.

Wien 22.2.2013

Höre Radio, Songs über Vietnam von 1969. „Fortunate Son“ von Creedence Clearwater Revival. Denke an  Johannes, meinen Sohn, der in dem Jahr geboren ist und meinen Freund John, der als Gitarrist mit seiner Band die Songs von CCR geliebt und gespielt hatte. Ich schmöckere in „Die Welt ist rund“ von Gertrude Stein. Gestern habe ich das Buch antiquarisch erstanden. Die Worte daraus: „Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose… „ zitiere ich in einem meiner Bilder. Ich erinnere mich an meine Enkelin Emelia, wie sie andächtig vor diesem Bildertext steht. Ob wir wohl dem Geheimnis dieser Textzeile auf die Spur kommen?

Höre weiter über den erfolgreichen Umsatz des Volkswagenkonzers in Millardenhöhe. Und doch wurden die Gehälter  für Konzernchef auf 14 Millionen gesenkt. Na so was.

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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