Jena 21.8.2017 Mütterländer


Was sie schon immer über Völker ohne Herrschafts- und Gewaltprobleme wissen wollten!
Diesen Satz stellt MatriaVal und die Frauenberatung Towanda aus Jena an den Beginn der Einladung zum Kongress und Fest in Jena von 18.8. bis 20.8. 2017, zu dem Frauen, Männer und ein Mädchen aus Mutterländern wie Sechuan-Südchina, Assam-Indien und Westsumatra gekommen waren und über sich und ihre LebensArt Einblicke gaben. Die Erzählungen waren immer sehr persöhnlich, direkt das ganz private Familien- und Clanleben betreffend. Immer wieder konnten wir auch durch die Filmausschnitte der Dokus von Uscha Madeisky, Dagmar Margotsdotter und Daniela Parr ganz nahe bei manchmal schwierigen Situationen und Lebensphasen von Sadama, Yelfie und Pynaplin dabei sein und wir konnten auch Ausschnitte aus dem wunderbaren Film: „Wo die freien Frauen wohnen“, über das Matriarchat der Mosuo“ sehen. Die Vortrags- und Gesprächstage klangen aus mit gemeinsamen Tanz und Gesang. Auch an Einzeldarbietungen von Yelfia und Rony konnten wir uns erfreuen.
Unter den schönen Arkaden des alten Rathauses aus dem 14. Jahrhundert stellten Handwerkerinnen und Künstlerinnen ihre Produkte aus und informierten über ihre Fertigkeiten und Philosophien. Das Felicitas Goodman war auch dabei. An unserem Tisch fanden schöne Gespräche mit den Besucherinnen des Kongresses über Erfahrungen mit den Trancehaltungen, Erzählungen über Heilwirkungen der Rituellen Körperhaltungen, über Begegnung mit Felicitas Goodman und dem Vermissen ihr begegnet zu sein, statt. Ein kleines Angebot unserer Filme und Bücher, wie: “Tore zur Lebendigkeit – Trancehaltungen der Welt“ fanden interessierte Käuferinnen. Auch sonst, in den Pausen und nach den Veranstaltungen, gab es interessante Gespräche und Begegnungen. Wunderbar wie die MatriaValfrauen, die Verbindung und Gespräche der Menschen mit unterschiedlichen Sprachen so moderierten, dass sie sich und auch wir sie verstanden. Englisch, Chinesisch, Mosuo, Deutsch, Khasi-indonesisch wurde angewendet. Im Abschlussplenum berührte die gegenseitige Dankbarkeit von Einzelnen und Gruppen von Besuche*innen mit den Mutterlandgäst*innen.




 

Weinviertel 2.8.2017 Schnitterin

Amaterasu

Was kostet die Welt

Wer trägt die Welt

Regenbogenfarben schwingt sie hinaus

Durchdingt ÄONEN

Krähen umkreise uns

„Alles muss weg“

Bis zum Kern

Zum Zentrum

 

Alles muß weg

Eine Krähe pickt bei meiner Freundin S. „Alles muss weg“, kräht sie mehrmals

Ein Brüllen kommt aus meiner Körpermitte. Und später „Zicke Zacke“ – immer wieder.

Eine Frau hält den Regenbogen in ihren Händen.

Ich rassle und imaginiere wieder stärker die Handhaltung der Bärenhaltung.

Sehe mich in einer Höhle liegen. In Embryopose.

Was tue ich hier?

Energietransformation – in Wellen strömt Energie von mir aus, von mir weg.

­­Blitze, Transformation von Wut, Angst, Neid, Gier, Scham Gewalt, Niedertracht, Demütigung, Seelenraub!

All das sind Ursachen für die Niederträchtigkeiten und die Gewalt in der Welt.

Weinviertel 30.7.2017 Marille Marille

Alle Jahre wieder und doch anders, weil es ist ja Natur und nicht Mechanik oder eine industrielle Produktion. Ich spreche von den Marillen vor meinem Schlafzimmerfenster, auf dem Baum, der auf dem Gemeindegrund steht. Es hat was damit. Er/Sie macht Dynamik. Dynamik des Schenkens, des Teilens, des Anspruch Habens. Denn, wem gehört der Baum und die darauf hängenden Marillen. Niemand bestimmten, sondern allen. Und dann schon mehr denen allen, die um den Baum herum leben. Ich bin auch eine davon. Aber ich leben noch nicht so lange da herum. Andere schon viel, viel länger und haben dann vielleicht schon mehr Anspruch. Aber dafür wohnen sie etwas weiter weg. Ich hatte heute ein Gespräch mit Franz. Er hatte sich nicht getraut Marillen zu holen. Er wohnt ja auch 2 Gassen weiter. Der Neffe meiner Nachbarin war da schon mutiger und von seiner Frau geschickt. Obwohl er 3 Gasen weiter wohnt, ist er mit dem Auto angefahren gekommen, ich war gerade wieder am Einsammeln und wollte sich Marillen pflücken. PFLÜCKEN!!! VOM BAUM! Und ich immer gebückt Marillen klaubend. Also den hatte seine Frau um 10 Marillen für Kuchen geschickt. Na gut. Ich war großzügig.
Ich habe, oder wollt das Thema (Marillenanspruch) für mich so lösen, dass ich keine Marillen vom Baum pflücke, sondern nur die aufhebe, die andauernd herunterfallen. Das ist ganz schön viel Arbeit. Das Aufheben und dann das Verarbeiten, denn die können nicht lange aufgehoben werden. Sind meist schon etwas braun und dann sehr reif und von hoher Höhe gefallen, dadurch aufgeplatzt. Wenn sie ein bisschen im Gras liegen, sind die Ameisen dran und über Nacht die Schnecken. Also ich und die Nachbarin machen das so mit dem Aufheben und nicht Pflücken. Ich habe dann ein bisschen ausgelassen, war in Wien und meine Nachbarin konnte sich kaum retten. Als ich dann kam, war in Kürze der Kühlschrank wieder voll von Marillen. Was habe ich damit gemacht: Marmelade, Kuchen, Chutney und das Neueste - Saft. Das schmeckt alles unglaublich gut. Und jetzt ist der Zauber wirklich vorbei. Kein Marillchen liegt mehr da. Habe mit Franz geredet (obwohl er nichts mit zu reden hat, weil eben 2 Gassen weiter) ob wir das nächste Jahr vielleicht die Marillen mit Pflücker doch von oben pflücken und dann aufteilen. Na wir werden sehen. (Ich habe noch Marmelade von letztem Jahr)

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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