Wien 20.5.2017 V- wie Vulva !!!

Zum Thema Reproduktion, weil ich mich gerade damit beschäftige.
Im österreichischen Biologiebuch des Jahres 1985 für die erste Klasse der Hauptschule und der  allgemein bildenden höheren Schulen, geht es auf Seite 23 nicht um das Durchstoßen des Samens  und dem Verschlingen des Eies, wie in anderen Biologie (Lehr) Büchern, nein, da hat sich jemand etwas einfallen lassen. „Klein wie ein Punkt auf dem i beginnt der Mensch sein Leben im Leib seiner Mutter. Der kleinen Punkt ist die Eizelle, die sich im Eierstock gebildet hat. Sie wird vom Eileiter aufgenommen und in die Gebärmutter geleitet. Das ist ein weicher Hohlraum im Bauch der Mutter. Auf dem Weg dorthin begegnet die Eizelle den Samenzellen (aha so zufällig A.d.V.) und verschmilzt mit einer von ihnen.“

Bei der weiblichen körperlichen Beschreibung im Buch gibt es eine Scheide (so wie Schwert und Scheide), keine Vulva. Das ist keine Überraschung, denn darüber besteht auch heute noch große Verwirrung, auch bei Personen, die sich mit der weiblichen Sexualität sehr auseinandersetzen, wie Eve Ensler, die die Verwirrung, auf jedenfall bei mir, noch verstärkt. In ihrem Stück „Die Vagina Monologe“ zitiert Mithu Sanyal (Vulva 2009) Harriet Lerner. Diese ist ziemlich konsterniert, da gerade Ensler, die sich für den Stolz auf und die genaue Bezeichnung für die weiblichen Körperin einsetzt, nur von Vagina - gleich Scheide (dem Schlauch aus Schleimhaut) spricht. Harriet Lerner (2003) . Kennt ihr euch ausVon Scham als weiblicher Körperteil (da unten) und Schamhaar und Schamlippen will ich gar nicht reden und schreiben. Lassen wir uns bitte was einfallen. Labien, Lippen, Blütenblätter, etc. Denn Anja Meulenbeck hat schon 1979 "Die Scham ist vorbei" geschrieben. Also!!
Und noch ein link zu einer Seite die auffordert: Stop Calling It a 'Vagina' von Mary Katharine Tramontana
 

Wien 13.5.2017 Freie Frauen


Jetzt ist es getan.
Zwei wunderbare Tagen mit den Filmemacherinnen des Filmes "Wo die freien Frauen wohnen - über das Matriarchat der Mosuo" (link zum Trailer) und mit einem so erfreulich begeisterten Publikum. Wegen des großen Interesses wurden zwei Vorstellungen dazu organisiert und diese freudige und erwartungsvolle Stimmung vor dem Film war so hoffnungsgebend wie der Film selbst. Nach jeder Aufführung entstanden spannende und weiterführende Gespräche von  kundigen und informierten Besucher*innen und dazwischen am Samstag Vormittag ein feines Gespräch im frauenzentrum mit super gschmackigen Frühstück und danach ging es noch weiter mit Anregung und froher Dankbarkeit. Was übrigens ein wesentliches Merkmal von matriarchalen/matrifokalen Gesellschaften ist. es ist die Bewegung entlang der symbolischen Ordnung der Mutter, die Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit dem mütterlichen Prinzip erweist.
Und weil es immer wieder Diskussionen und Infragestellungen, nicht bei diesen Gesprächen, bezüglich des Matriarchatsbegriffes gibt, sei gesagt, das es nicht um "Frauschaft" (Gegenteil von Herrschaft) geht, sondern um eine Fürsorge, die die Mutter und das Wohlergehen der ganzen Großfamilie im Sinne hat. Das Foto oben zeigt eine der lustigsten Szenen aus dem Film. SADAMA und ihre Freundin machen sich über einen Verwandten mit einem Spottlied lustig und singen: "Und dein Gesicht ist ein richtiges Katzengesicht!" und laufen kichernd hinaus.

Wien 4.5.2017 Ixchel die Mondfrau

Mond Mond

Du rufst – ich höre deinen Klang
Es schallt und schwingt
In Raum und Äther
Mond Mondin du -
Begleitest mich
Im Schlag und im Schlaf
Hinweg und zu dir
Ein Klingen ein Schwingen
Erfüllt und erwärmt mich

 

Trance: „Mondfrau“

Ich sehe jede Frau ist in ihrem aurischem Raum. Das Ist schön zu hören und zu sein, mit dem ganzen Körper. Ich spüre mich gerne in meiner Körperin.

Ein zartes mich mögen ist DA. Ein Lächeln und Dankbar sein. Habe eine Schlange am Kopf wie die Figur. Zu meinen Füßen sitzt ein kleines weißes Hündchen. Der Denkapparat meint: „das sollte doch laut Vorgabe ein Kaninchen sein.“ Ich lasse es wieder.

Dann höre ich: „Wer bist DU?“ Es ruft immer wieder. Ein helles Leuchten kommt von einem Zentrum, bricht in die Weite des Horizontes.
Die Frage „wer bist du“ ist an mich, aber auch an jemanden anderen gerichtet, an eine mir wichtige Person. Wer ist sie? Worum geht es hier? Es ist nicht nur eine Frage des Kopfes, sondern des ganzen Körpers. Ich bin ganz wach.

Sehe die Mondin. Wasser und Tränen fließen.

Unsere korrespondierenden Erlebnisse in der Trancehaltung lassen uns aufrecht und erhaben uns fühlen. Mit dieser Geste des aufgerichteten Armes schauen manche von uns in einen Spiegel, vielleicht mit einer Frage. Es ist licht und wir fühlen uns befreit und frei.

 

 

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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