NISA erzählt- Majorie Shostak

Ich zerschlage die Schale der Geschichte

Marjorie Shostak´„Nisa erzählt.
Das Leben einer Nomadenfrau in Afrika“

Ich zerschlage die Schale der Geschichte,
und ich erzähle dir, was darin ist.
Und ich beende sie wie die anderen,
die in den Sand gefallen sind, und der Wind wird sie davontragen.
Nisa - aus „Nisa erzählt“ Weiterlesen

In den 1960er Jahren bestand ein großes Interesse an den in Botswana und Namibia, teilweise nomadisch, und als Sammlerinnen und JägerInnen lebenden !Kung.
Forscher wie Richard Lee kamen 1963 ins Dobe Gebiet in Botswana und untersuchten in einem Langzeitprojekt die Lebensumstände der !Kung.
Auch die Kulturanthropologin Majorie Shostak bekommt 1969 einen Forschungsauftrag. Sie lebt insgesamt 2 Jahre bei den !Kung, auch Kung San oder Buschleute genannt, diese nennen sich selbst „Zhuntwasi“ wörtlich: „die wahren Menschen“.
Shostak tut alles, was sie kann um die !Kung zu verstehen. Sie lernt die Sprache, lebt in ihren Grashütten, ernährt sich wie sie, sitzt mit ihnen zusammen, geht mit den Frauen sammeln und den Männern jagen. Aber „Teilen und Beobachten“, die allerheiligste Disziplin der Anthropologie, wie sie es einmal ausdrückt, ist ihr nicht genug. Vor allem möchte sie wissen, als junge Frau, die aus einer Welt des Werteumbruchs kommt, wie die Kungfrauen über Sexualität und ihre Rollen als Frauen denken. Shostak möchte gerne Fragen für sich selbst, in ihrer Existenz als Frau, beantwortet haben. Sie fragt sich; „Sind die Kungfrauen eifersüchtig und welche Träume haben sie“. Sie unterhält sich immer mehr mit Frauen und im Laufe ihres Aufenthalts hält sie mit 8 Frauen intensive, protokollierte Interviews ab.  Eine der Frauen, sie ist rund 50 Jahre alt, sticht besonders durch ihre lebendigen Beschreibungen, auch intimer Themen hervor. Gemeinsam wählen sie für ihr Pseudonym den Namen Nisa aus. 
Marjorie Shostak lässt dann Nisa in ihrem Buch in ihrer kraftvollen Ausdrucksweise wortwörtlich erzählen.
Nisa spricht über ihre Kindheit, das Leben mit ihren Verwandten im Busch, über die Partnerwahl, über mehrere Ehen, über Schwangerschaften, über Sexualität und ihre Liebhaber. Sie erzählt über starke Gefühle, wie Bindungen, Trennungen und Verluste.
Wir erfahren von der immerwährenden Tätigkeit des Sammelns, von bestimmten Wurzeln, Beeren und Nüssen die als wichtige Lebensmittel und Handelsgut dienen und wie mit Bogen und Giftpfeilen gejagt wird.
Über die Heilkraft, das Num, erzählt uns Nisa und wie ihr Vater, der immer wieder zu Heilsitzungen gerufen wird, es gestärkt hat und wie auch sie als Frau in die Tradition des Heilens eingeführt wurde.

Sie beschreibt wie die 16 jährigen jungen Frauen, - die !Kung menstruieren später als westliche Frauen -, mit einem tagelangen Ritual von Isolierung und besonderen Essensvorschriften auf die Menstruation vorbereitet werden und wie die Frauen, um zu Gebären, alleine in den Busch gehen. 
Nisa erzählt, dass sie selbst ihren Ehepartner wählen durfte, über ihre Auflehnung gegen den Vater, dass sie immer wieder selbst bestimmte ob sie bei ihrem familiären Clan oder dem des Ehemannes leben wollte, dass sie wichtige rituelle Aufgaben, wie Heiltrancen in der Gemeinschaft durchführte. Ich denke, das alles belegt das egalitäre Verhältnis, den gleichwertigen Status von Frauen und Männern bei den !Kung 1969.
Das Buch ist so aufgebaut, dass Marjorie Shostak Nisa sprechen lässt und parallel die historischen und politischen Umstände erläutert, anthropologische Ergänzungen und ihre persönliche Sicht hinzufügt.
Shostak hat die schwierige Aufgabe nicht nur die Sprache der !Kung, mit ihren Klick Lauten zu übersetzen, sondern auch die persönliche Ausdrucksart von Nisa mit ausdrücklicher Betonungen durch Wiederholungen wichtiger Inhalte. Eine davon ist: „Wir haben gelebt und wir haben gelebt“.
Zehn Jahre braucht sie um die Texte von !Kung ins Englische zu übersetzen und das Buch fertig zu stellen. 1981 wird es von der Harvard University Press veröffentlicht.
„Nisa, The Life and Words of a !Kung Woman“ findet viel Aufmerksamkeit in der anthropologischen Fachwelt sowie auch in der Belletristik.

Majorie Shostak, die mit Mann und 3 Kindern in Massachusetts lebt und als Kulturanthropologin an der Universität lehrt, erfährt bei der Fertigstellung ihres Buches, dass sie Brustkrebs hat. Sie unterzieht sich einer Reihe von belastenden Behandlungen und ihr innigster Wunsch ist wieder nach Afrika zu Nisa zurück zu kehren.
Es gelingt ihr die Reise durch Forschungsgelder für eine Untersuchung der Ernährung der !Kung zu finanzieren und 20 Jahren nach der ersten Reise fährt sie 1989 wieder ins Dobe- Gebiet an den Rand der Kalahari.
Ihre geheime Hoffnung bei dieser Reise ist, wie sie uns im Buch gesteht, von den starken Kräften der Heiler und Heilerinnen profitieren zu können und nach Jahren der Angst vor der Krankheit und den quälenden Schmerzen wieder gesund zu werden.
Nach ihrer Rückkehr in die USA arbeitet sie am umfassenden Manuskript, verstirbt jedoch 1996, vor der Fertigstellung des neuen Buches im Kreis ihrer Familie und ihrer FreundInnen. Ihre KollegInnen stellen das Manuskript fertig und im Jahr 2000 wird „Return to Nisa“ veröffentlich. Auf Deutsch bekommt es den etwas reißerischen Titel „Ich folgte den Trommeln der Kalahari“.
Es ist ein berührendes, sehr persönliches Buch, bei dem Majorie Shostak uns in ihre Welt zu den !Kung und deren sich verändernde Lebensweise mitnimmt:
Wir erleben den Übergang vom Nomadentum zu einem immer sesshafteren Leben mit neuen Praktiken des landwirtschaftlichen Anbaus und der Tierhaltung und des Handels.
Wir begleiten Majorie Shostak bei ihrem Engagement die vertrauensvolle Nähe zu ihrer besonderen Freundin Nisa wieder zu gewinnen und wirksame Heilerinnen und Heiler und Musiker für ihr eigenes Heiltrance-Ritual zu finden. Wir spüren ihre Zweifel und Ängste, bei dieser Reise in den Busch, mit seinen Gefahren durch Löwen, die politischen Konstellationen und Kontrollen des Militärs und wir erkennen ihre Hoffnung auf ihre Heilung und ihre tiefe Liebe zum vertrauten Land.
Majorie Shostak „Nisa erzählt. Das Leben einer Nomadenfrau in Afrika“, 1982 Rheinbeck
Majorie Shostak „Ich folgte den Trommeln der Kalahari“ 2001 Rowohlt

Lust auf Brust - Seminarbeit zu den Brusthaltungen


DIE HEILENDEN BRUSTHALTUNGEN

RITUELLE KÖRPERHALTUNGEN DIE LUST AUF BRUST MACHEN
Universität Wien, KSA 2017
Hermine Brzobohaty-Theuer

INHALTSVERZEICHNIS
1.          Einleitung        2
2.          Brustkrebserkrankung       2
3.          Ursachen für Brusterkrankunge       3
3.1.       Krebs, Seele und Emotionen       3
3.2.       Das böse Kind                                                                            4
3.3.       Schönheitszwang              4
3.4.       Weitere Ursachen für Brusterkrankungen     4
4.          Vorbeugen                                                           5
5.          Rituelle Körperhaltungen und Ekstatische Trance - F. D.Goodman      5
5.1.       Gewöhnliche und außergewöhnliche Wirklichkeit    7
5.2.       Unterschiedliche Erlebnisbereiche im Tranceerleben    8
5.2.1.    Seelenreise - Wahrsagen - Verwandeln      8
5.3.       Ablauf und Durchführung des Rituals     9
5.4.       Beschreibung der spezifischen Brusthaltung aus Hacilar  11
6.          Die Angewandten Methoden der Auswertung   12
7.          Übersichtstabelle 1996-2018     13
7.1.       Schwerpunkte      14
7.2.       Erlebnisqualitäten      15
7.3.       Wirkung der Hacilar-Brusthaltungen von 1996-1998   15
7.3.1.     Zwei Erlebnisberichte 1996     16
7.4.       Wirkung der Hacilar-Brusthaltung 2018    17
7.4.1.    Zusammenfassung der fünf Hacilar-Trancen 2018   16
7.4.2.    Erlebnisbericht der Trance von H. 2018    18
8.          Wirkungserklärung der Trancen     18
8.1.       Die inneren Bilder wirken     18
8.2.       Körperempfinden wandelt sich     19
8.3.       Glaubenssysteme verändern sich    19
9.          Abschluss       20
10.        Anhang       20
11.        Quellen       21

1. Einleitung
Die Arbeit ist motiviert von den erschreckend hohen Zahlen von Erkrankungen an Brustkrebs von Frauen, die zur Teil- oder Totalamputation oder zum Toführten. Daraus entstand das Bedürfnis, auf die Dringlichkeit von verstärkter Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Präventivmaßnahmen hinzuweisen.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie sehr Abwertung und Unterdrückung und der damit Hand in Hand gehende Mangel an Selbstberührung, Selbstfürsorge und Selbstnährung zu diesen Erkrankungen führen kann.
Es werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, die präventiv den Erkrankungen entgegengesetzt werden können, darunter vor allem die Rituellen Körperhaltungen, die universal als Statuetten, Reliefs und Wandritzungen ein mindestens 40.000 Jahre altes Kulturerbe sind. Speziell auf die sogenannten„ Brusthaltungen“, möchte ich genauer eingehen und ihre Unterschiede und ihre Wirksamkeit aufzeigen.

2. Brustkrebserkrankung bei Frauen
„Brustkrebs geht uns alle an! Jede Neunte! Selbstuntersuchung ab der Pubertät!“ Laut Clio, der Zeitschrift für Frauengesundheit . wird mit solchen Schlagzeilen das Thema Brustkrebs aus der Tabuzone geholt, aber auch verstärkt dazu beigetragen, die Angst vor der Erkrankung zu schüren und die Brust als vermeintlich todbringendes Organ den Frauen zu entfremden.
In den Berichten über Brustkrebserkrankungen gibt es immer wieder abweichende Zahlen, einig ist man sich, welch hohen Anteil Brustkrebs als Krankheit und Mortalität bei Frauen hat.
Beispielsweise schreibt die US-amerikanische Gynäkologin Christiane Northrup (1999: 348) in ihrem Standardwerk über die Zusammenhänge zwischen seelischem Leid und körperlichen Krankheiten, dass in den Vereinigte Staaten jede neunte Frau (zwischen einem und 90 Jahren) Brustkrebs bekommt, und Audre Lorde schreibt, dass jede zehnte Frau von einer Brustamputation betroffen ist (Lorde 1994: 7). Ähnlich verhält es sich in den skandinavischen Ländern, außer in Finnland und in Großbritannien und in Deutschland. In Afrika und Asien, besonders in Korea und Japan sind die Brustkrebserkrankungen weniger häufig. Berg zitiert Krebsforscher/innen, die meinen, dass dort die niedrigere Rate von der Lebensweise beeinflusst ist. (Berg 1996: 14f) Brustkrebs ist in den USA (Northrup 1999) die hauptsächlichste Todesursache von Frauen zwischen vierzig und fünfundfünfzig Jahren. Laut dem National Cancer Institut „(ebda.: 348)“ und der Zeitschrift für Frauengesundheit „Clio“ steigt aber mit zunehmendem Alter das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, an. Mit 70 -75 Jahren ist der Gipfel erreicht.
Ob in Österreich die großen Unterschiede an Krebsinzidenz zwischen dem Bundesland Burgenland mit den niederen Erkrankungsraten und dem Bundesland Kärnten, mit doppelt hoher Erkrankung, auch an unterschiedlichen Lebensbedingungen liegen, ist unklar. Hinterfragt wird, ob die Zahlen mit unterschiedlicher Handhabung der Mammographie Praxis, auf Unterschiede in der Qualität des Krebsregisters oder auf eine tatsächlich höhere oder niedrigere Inzidenz zurückzuführen sind. Auffallend am österreichischen Bundesländervergleich ist, dass Krebserkrankung nicht gleich Mortalität ist, denn das Bundesland Burgenland mit niedrigster Inzidenz hat die höchste Mortalitätsrate. STATISTIK AUSTRIA (Krebsregister); Stand 27.08.2009.

3. Ursachen für Brusterkrankungen
3.1. Krebs, Seele und Emotionen
Laut Northrup sind die Brüste die Metapher für geben und nehmen. Schon in alten Zeiten, schreibt sie, haben Brüste den Überfluss und die nährenden Eigenschaften der Natur symbolisiert.  Anatomisch haben sie die Funktion, den Säugling zu nähren und der Frau selbst Lust zu bereiten. Olbricht (1989) betont, dass die Brüste die sexuelle Erregung der Frau wiederspiegeln.
„Sie (die Brust, Ann.d.V.) stellt eine der Potenzen der Frau dar und ist ein wichtiger Faktor ihrer Macht. Die Brust ist ein Verbindungs- und Kommunikationsorgan und kann der Frau die Gefühle von Nähe ja Verschmelzung mit einem anderen Menschen verschaffen.“                   Abb. 2: Keramik

Hacilar ©H.B.
Sind diese Grundfunktionen gestört, kommt es zu Erkrankungen. Northrup spricht von der fehlgeleiteten Hingabe an Andere und fehlgeleitetes Nährens Anderer. Das ist nicht nur materiell gedacht, sondern vor allem emotional.  Diese Anderen zu nähren, für ihr Wohlbefinden zu sorgen und sich selbst zurückzustellen scheint eine immer wiederkehrende Haltung von Frauen mit Brusterkrankungen zu sein. Beobachtungen über den Zusammenhang von Krebs und emotionaler Verfassung wurden schon vor fast 2000 Jahren vom griechisch-römischen Arzt Galenus Galen gemacht, der meinte, dass schwermütige Frauen eher zu Krebs neigen als fröhliche (Simonton 1987: 75). Simonton bezieht sich in seiner Arbeit auf Le Shan der in den 70er Jahren viele Biographien von Krebskranken durchleuchtete. Darin erkannte er die Schwierigkeiten von Krebspatienten, negativen Gefühlen Ausdruck zu geben (Simonton 1987: 87). Auch Northrup beobachtete, dass Krebspatientinnen Wut und Feindseligkeit hinter einer freundlichen Maske verstecken. Sie lässtdieses Problem jedoch nicht nur individuell bei den Frauen, sondern weist gleichzeitig auf das gesellschaftliche Problem hin, dass Frauen, wenn sie diese„bösen Gefühle“ zeigen, mit Abwertung und Sanktionen zu rechnen haben.
3.2. Das böse Kind
Der Erlösung des „bösen Kindes“ und des bösen Krebses widmet Monika Wiedemann-Borne ihren Text, der schon in der Überschrift die Botschaft bringt,dass das „böse Kind“ den Krebs heilen kann, wenn es frei werden darf (in Schadow/Schallhammer 1997:112). Verlust und Trauer scheinen ebenso wesentliche Faktoren für die Erkrankungen zu sein. (Olbricht 1989: 80)
Doch gerade bezüglich Brustkrebserkrankungen sind noch andere Faktoren relevant.
3.3. Schönheitszwang
Subtiler und weniger subtiler Schönheitszwang nimmt schon früh Einfluss auf Frauen in der Beurteilung ihres Wertes und der Schaffung ihres Selbstbildes (Olbricht 1989: 17). In jedem „Frauen Journal“ sind Tipps für optische Optimierung zu finden. Role Models in Print und Internetmedien, IT-Girls, Promis und „Stars“ schaffen oft schon in jungen Jahren Vorgaben für Schönheitsnormen des weiblichen Körpers und damit enormen Anpassungsdruck. Sowohl große wie kleine Brüste sind Grund für Anzüglichkeiten und Abwertungen und dadurch für Scham, Unzufriedenheit und Selbstabwertung undSelbstverachtung, und müssen entweder versteckt oder chirurgisch korrigiert werden.
Eine sexualisierende Umgebung, Erniedrigung, Übergriffe und Abwertung bezüglich des körperlichen Aussehens sind enorme Eingriffe in das Seelenleben und Ursachen für somatische Erkrankungen, darunter Brusterkrankungen .
„Viele Frauen berichten, dass ihnen als junge Frauen Jungen und Männer, oft auch ältere Männer, schmerzhaft an die Brust gegriffen haben. Das ist einerheblicher Eingriff in die Intimsphäre, eine Nichtachtung, die von der Frau häufig als tiefe Kränkung erlebt wird“ (Olbricht 1989: 36).

3.4. Weitere Ursachen für Brustkrebserkrankungen
Mehrheitlich sind sich die Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich einig, dass neben den innerpsychischen und gesellschaftlichen Konflikten viele Faktoren zusammenkommen müssen, um Brustkrebs auszulösen, und dass niemand wirklich weiß, wer, wann, warum Brustkrebs bekommt. Berg verneintdie Annahme, dass der Auslöser für Brustkrebs ein bestimmtes Brustkrebs-Gen ist und dass mit dessen Eliminierung die Heilung passieren könnte. Lautihrer und anderer Meinung gehören erbliche Faktoren zwar schon dazu, aber nur zu 5 - 8%. Andere sogenannte Risikofaktoren sind laut Schröder (Clio 53, 2004) das Alter, Hormone, Strahlung, Umweltgifte, Lebensweise mit Alkoholmissbrauch, Rauchen, fettreiche Ernährung, mangelnde Bewegung und Übergewicht. In den Fragen nach den Ursachen für Brustkrebs liegt auch, laut Berg (29-34), teilweise die Antwort nach

Möglichkeiten der Vorbeugung und Vermeidung.

4. Vorbeugen (wir kommen zum erfreulicheren Teil)
Von öffentlicher Stelle propagierte und teilweise auch in Frage gestellte Vorbeugungsmaßnahmen sind Mammographie und Selbstuntersuchung. Mammographie ist laut Northrup (Wechseljahre 2010) ein probates Mittel für Früherkennung und kann bestenfalls zu besserer Behandlung führen, jedoch Brustkrebs nicht verhindern. Northrup befürchtet, dass durch die großen Kampagnen Mammographie synonym für Brustgesundheit wird und die Selbstfürsorge, durch die Frauen ihre Befindlichkeit verwandeln können, auf der Strecke bleibt.
Bei der Selbstuntersuchung ist zu beachten, dass es dabei immer darum geht, keine Erkrankung, keinen Knoten zu finden, und dass dadurch Angst geschürt wird. Northrup (S 342 ff) und Weed (S 91)  empfehlen deshalb, zu einer neuen Einstellung in der Brustberührung zu kommen. Die Brust soll kennengelernt werden und mit Achtung berührt, fürsorglich und respektvoll mit Energie versorgt werden.
Dieser Ansatz weist schon auf das Hauptthema der Arbeit, auf die heilenden Brusthaltungen hin.

5. Rituelle Körperhaltungen und Ekstatische Trance - Felicitas D.Goodman
Aus der Vielzahl von Möglichkeiten sich dem eigenen Körper zuzuwenden und damit heilende Energien zu aktivieren, möchte ich nun die Rituellen Körperhaltungen nach Felicitas Goodman, die in die Ekstatische Trance  führen, vorstellen und näher beschreiben.
Dieses in seiner Wirkung sehr komplexe Ritual klingt in seiner Struktur sehr einfach, und doch war es erst Felicitas D.Goodman, die im Zuge ihrer anthropologischen Forschungen mit indigenen Kleingesellschaften diese wirkungsvolle Technik entdeckte.

             
Abb.3: Felicitas D.Goodman mit ihrem Weißen Büffel, ihrem Tierhilfsgeist ©H.B.

Felicitas D. Goodman als Doktorin der Kulturanthropologie und Linguistin begann in Zusammenarbeit mit ihrer Lehrerin Prof. Erika Bourguinon ihre wegweisende Forschungsarbeit über veränderte Bewusstseinszustände.  Dieser erste Anstoß, sich mit Trance zu beschäftigen, hatte sie zu der Wiederentdeckung der Rituellen Körperhaltungen geführt, die vermutlich, laut der Zeugnisse von Statuetten, Grabbeigaben, Felsritzungen und Höhlenmalereien, in den frühen Kulturen der Menschheitsgeschichte, bei den Jäger/innen, Sammler/innen und den Gartenbauer/innen bekannt waren. Der Artikel des Psychologen Emerson (Goodman 1989: 30 ff)  über die unterschiedlichen Wirkungen von Yogahaltungen löste den zündenden Gedankenfunken in der Tranceforschung aus. Nun hatte sie erkannt, dass die Verbindung von Körperhaltungen und rhythmischer Anregung (durch Trommel oder Rassel, im schnellen Takt von 210 Schlägen in der Minute) im Unterschied zur Induktion in die Trance ohne Körperhaltung, in ein sinnvolles und strukturiertes Tranceerleben führen kann.
Zu Beginn waren es eine Handvoll der ausdrucksvollen Haltungen, die Felicitas D.Goodman in Kunstkatalogen entdeckte. Mittlerweile sind es rund 100 Körperhaltungen, die in den 40 Jahren seit der Entdeckung, erforscht und publiziert wurden und Verbreitung fanden.

5.1. Gewöhnliche und außergewöhnliche Wirklichkeit
Beim Eintritt in die Trance zeigen sich Inhalte, die mittels der Sinne wahrgenommen werden. Hitze oder ein Zittern erfasst den Körper, der Klang der Rassel verändert sich anscheinend, wandert im Raum herum, wird schrill. Das Zeitgefühl ist wandelbar, mal erscheint etwas lang, dann wieder sehr kurz. Es können visionäre Erlebnisse erscheinen, wie beispielsweise, als Adler über der Landschaft zu segeln. So eine Erfahrung kann als Seelenreise und Metamorphose verstanden werden.
Probanden erzählen von Sich-Wahrnehmen als verwandelte Gestalt und bei gleichzeitigem Wissen, die ursprüngliche Person zu sein. Dieses Verwandeln ist körperlich spürbar und die Bilder gesellen sich dazu. Ein Fell wächst, gewaltige Zähne sind im Rachen spürbar, die Geschmeidigkeit der Bewegung durchläuft den Körper.
Für Schamanen, die in der eigenen Tradition aufgewachsen und in das tradierte Wissen initiiert worden sind, im Unterschied zu den Nichtindigenen, ist es eine Selbstverständlichkeit. sich verwandeln und sich gleichzeitig in verschiedenen Welten bewegen zu können (Goodman 1994: 59f). Nach Goodman existieren diese beiden Aspekte der Wirklichkeit nebeneinander, zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.
In einem persönlichen Gespräch zitierte sie den Anthropologen Carlos Castaneda, wie er die beiden Wirklichkeiten erklärte. Castaneda schlug vor sich einen Tisch mit verschiedenen Gegenständen darauf vorzustellen. Das, erklärte Castaneda, wäre die gewöhnliche Wirklichkeit. Aber alles, alles andere rund herum, der ganze Kosmos wäre die andere, die außergewöhnliche Wirklichkeit.
Goodman weist darauf hin, dass diese andere Wirklichkeit nicht eine neutrale Dimension ist, die wahrgenommen wird, sondern, dass sie im Gegenteil auf die Menschen einwirkt.
… „weil sie das Reich ist, in dem die Macht wohnt“...Weil er wissen will, was in der einen oder anderen Wirklichkeit auf ihn zukommt, macht sich der Mensch ans Wahrsagen“ (Goodman 1994: 60).
Abb. 4 unten: Tonfigurine aus Tlatilco/Mexico 1300 v.d.Z.
5.2. Unterschiedliche Erlebnisbereiche im Tranceerleben
Liegt auch allen Ekstatischen Trancen das Thema „Heilung“ zu Grunde, zeigen sich weitere Themen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

5.2.1.Seelenreise - Wahrsagen - Verwandeln
Im Ritus der Körperhaltungen zeigte sich, dass bestimmte, oft sitzende Positionen Antworten auf Zukünftiges geben oder die gegenwärtigen Umstände mehr erhellen „(ebd.: 60)“.
Erlebnisse anderer Trancen haben mit Geschehnissen der Lebenszyklen wie Geburt und Tod zu tun, andere vermitteln Mythen oder Rituale vergangener Zeiten. Goodman nennt es „eine Art von psychologischer Archäologie, die uns einen Einblick in die Erlebnis- und Vorstellungswelt derer gestattet, die das Kunstwerk einst geschaffen hatten (Goodman 1992: 46).
Mit dem Tranceritual nach Goodman, wie Giselher Guttmann sie nennt , erhält die/der Praktizierende die Chance, sich in einer optimalen geistigen Haltung zu erleben, Stoffwechselvorgänge wie Endorphin-Ausschüttungen anzuregen, Stress-Stoffwechsel zu reduzieren und profane und visionäre Informationen besser wahrzunehmen (Gutmann: 1992), (Goodman 1992: 11ff) . Untersuchungen in Wien, München, Heidelberg und Ohio (in Zusammenhang mit Felicitas D. Goodman) haben diese dramatischen Veränderungen im Körper gezeigt. Die signifikante Gehirntätigkeit, das Senken des Blutdrucks, der erhöhte Puls, die Verringerung der Stresshormone und die Ausschüttung von Beta Endorphin sind alles messbare körperliche Phänomene. Zur Abgrenzung der verschiedenen Zustände von Trance ist der Unterschied zwischen Ekstatische Trance oder auch religiöse Trance genannt, und Besessenheitstrance zu betonen. In der ekstatischen Trance die willentlich, durch verschiedenen Techniken induziert wird, ist die/der Ausführende in einer„Wachtrance“ und sich der Erlebnisse ganz bewusst und lernt, gleichzeitig in zwei Welten zu sein (Goodman 1997)   .
In der Bessenheitstrance jedoch, wie im Voodoo, tritt die Trance unwillkürlich auf und die Person hat kein Bewusstsein und keine Möglichkeit der Steuerung über die Vorgänge in der Trance. Maya Dehren beschreibt es sehr anschaulich anhand der Rituale in Haiti. (Dehren 2017).
5.3. Ablauf und Durchführung des Rituals nach Goodman
Der Ablauf des Rituals gestaltet sich wie eine Dramaturgie, mit einer Einführung, einer Vertiefung, einem Hauptteil und einem nach- und ausklingenden Teil.
Die Rituelle Reinigung:
Zu Beginn des Rituals zündet die Leiter/in zum Räuchern beispielsweise getrockneten Salbei  an, geht von Person zu Person im Kreis und jede/r nimmt vom Rauch, als Reinigung und Geste an die Anderswelt, etwas an sich.
Das „Wecken“ der Rassel oder Trommel:
Die Trommel oder Rassel als hilfreiches Instrument wird mit blauem Maismehl, dem rituellen Mehl der Pueblo Indigenen, oder mit heimischem Mehl, für das Ritual „geweckt“.  Das Mehl wird angehaucht, dann in die 6 heiligen Richtungen, wie die 4 Himmelsrichtungen und nach oben und unten, gewiesen und dann über die Instrumente und die Mitte verstreut. Die Mitte wird als das Sipapu gesehen, die Öffnung in die anderen Welten.
Das Einladen der Wesen:
Beim Osten beginnend werden die 4 Himmelsrichtungen und die diese repräsentierenden Kräfte und Wesenheiten begrüßt und bekommen, in die Luftgestreut, eine kleine Mehlgabe. Die Rassel betont die Begrüßung jedes Mal.
Umschalten durch gemeinsam Rasseln
Um das Nervensystem auf die Trance vorzubereiten, wird in der Gruppe rund drei Minuten gerasselt und getönt. 

Bewusst atmen
Mit bewussten Atmen, durch Nase und Mund, wird weiters die Trancebereitschaft verstärkt. Themen für die Trance können sich zeigen.
Der Hauptteil der Rasseltrance
Die gewählte Körperhaltung, in diesem Fall die „Hacilarhaltung“, wird vorgezeigt und die Haltung wird eingenommen. Die Hände werden wie Schalen unter die Brüste gelegt, vorzugsweise auf die Haut. Dabei werden die Ellbogen etwas nach Außen gerichtet. Es bildet sich ein kleiner Zwischenraum unter der Achsel.
Die Knie und Schultern und Lippen sind locker. Die Augen sind geschlossen. Die Leiter/in rasselt oder trommelt 15 Minuten lang mit etwa 200 bis 210Schlägen pro Minute. Wahlweise
kann auch eine Rassel- oder Trommel-CD verwendet werden.
Der Abschluss:
Nach Beenden des Rasselns oder Trommelns wird die Haltung gelöst und die Teilnehmer/Innen begeben sich in eine Ruheposition zur Nachtrance.Anschließend werden für die Integration der Erlebnisse und die Rückkehr in den gewöhnlichen Bewusstseinszustand die Erlebnisse aufgeschrieben und graphische Skizzen gemacht. 
Um die Tore zwischen den Welten wieder zu schließen, sich bei den Wesen zu bedanken und sie zu verabschieden, wird wieder eine Speisegabe gegeben.Die Leiter/in haucht ein wenig Mehl an und streut damit einen dünnen Mehlpfad von sich oder der Kreismitte zum nächsten Fenster.

 
Abb. 5: Kürbisrassel und Statuette der Willendorf ©H.B.
5.4. Beschreibung der spezifischen Brusthaltung aus Hacilar
„Im Busen sitzen die Musen, in der Brust sitzt die Lust!“ Margit Bodhalek Schamanin
Aus der umfangreichen Sammlung von rund 100 Körperhaltungen, die seit 40 Jahren erforscht werden, möchte ich eine spezielle Körperhaltung herausgreifen.
Zum ersten Mal ist sie mir an einer Frauenfigur in der Ausstellung „Sprache der Göttin“ 1994, die zur Würdigung der Arbeit der Archäologin Marija Gimbutas  in Wiesbaden gestaltet wurde, aufgefallen.
Auffallend an der 19 cm großen Tonstatuette ist der Kopf, der an eine Schlange erinnert, und die gezackte, ockerrrote Bemalung. Die Haltung ist aufrecht, die Hände sind zu Schalen geformt, die unter den Brüsten liegen. Entdeckt wurde in Hacilar bei Burdur in Mittelanatolien. Ihr Alter wird mit 7400 Jahren angegeben.
Neben der „Bärenhaltung“, deren weltweite Verbreitung von Goodman (1989: 31, 131) beschrieben wird, scheint diese und ähnliche die Brüste berührenden Gesten eine ebenso universelle Verbreitung gefunden zu haben. In Bibliotheken, in Museen und in Kunstkatalogen konnte ich immer mehr Abbildungen von Figuren in der brustweisenden Geste finden.
Anzunehmen ist, dass sie einst Teil der kulturellen Praxis im Bereich des Mittelmeerraumes mit Griechenland, Malta, Türkei, Zypern und Bulgarien, war. Aber auch im Vorderen Orient, wie in Israel, Palästina, Syrien und dem Iran, sowie in Afrika, Indien und Mittelamerika gibt es zahlreiche Funde in dieser

Position.                      Abb. 6: Hacilar aus Keramik, 19 cm. ©H.B.
Welche archetypischen Bilder und Heilerfahrungen in dieser ganz speziellen weiblichen Haltung verborgen liegen, wollten wir durch Trancerituale experimentell untersuchen. Diese Forschung begann 1996 und wurde bis dato März 2018 weitergeführt. Ein Protokoll von 28 Erfahrungsberichten aus diesem Zeitraum liegt weiter unten vor.

6. Die angewandten Methoden der Auswertung
Die angewandten Methoden der Untersuchung waren phänomenologisch (wir beschreiben, was wir erleben), induktiv - vom Besonderen auf dasAllgemeine steuernd, und theorieentwickelnd, abgeleitet aus den Erkenntnissen, Beobachtungen und Erfahrungen wird die Hypothese unterlegt.
• Die Hypothese, dass Rituelle Körperhaltungen in den Brustpositionen es möglich machen Brusterkrankung zu mindern oder davor zu bewahren, ist die Ausgangsbasis der Untersuchungen.
• Auswahl des Verfahrens: Setting der Trancerituale wie oben beschrieben.
• Auswahl der Personen: In Tranceerleben erfahrene Teilnehmerinnen oder Anfängerinnen.
• Datenerhebung: Schriftliche Protokolle und Graphiken nach der Trance, dokumentiert von der Tranceleiterin oder den Probandinnen selbst.
• Datenauswertung: Bezüglich der Tranceerlebnisse wurden Kategorien erstellt, in die die Erlebnisse eingeordnet wurden.  Die Ergebnisse wurden gezählt, interpretiert und  zusammengefasst.

Abb. 7: Figurengruppe in den Brusthaltungen aus Chatal Hüyük in Anatolien, datiert 7500 v.d.Z., Ian Hodder, The Leopards Tale, 2006.

7. Übersichtstabelle der Hacilarbrusthaltungen von 1996 – 2018 
Wie in der Tabelle zu sehen ist, wurden die Rituale mit der Hacilar-Trance von 1996 bis 2018 praktiziert.
Die Auswertung und Interpretation der Trancen in der Hacilarhaltung begründet sich auf die Mitschriften der Trance, die teils von den Probandinnen, teils von der Anleiterin der Trancerituale geschrieben wurden.

7.1. Schwerpunkte der 28 Hacilarhaltungen
Es werden zwei Kategorien aus der Tabelle herausgegriffen.

Erlebnisbereich          Wahrnehmungsbereich
23 Heilung, 10 Mal alleine 13 bildlich und körperlich,
11 Mal Verwandlung, 8 Mal in Kombin., 2 Mal alleine 5 M. bildl., kö, emot.,
3 Wahrsagen 2 Mal kö, 3 M. reflektorisch, 2 Mal bildl.
2 Seelenreise 
1 Tod & Wiedergeburt 
                   Abb.8: Keramik, Museum Antalya, ©frauenreise
Beim Betrachten der Gewichtung der Tranceinhalte ist zu merken, dass von 28 Trancen sich 23 Trancen auf das Thema Heilung beziehen. In zehn Trancen,ist Heilung das alleinige Thema, in 13 Erlebnissen wurde sie in Kombination, davon neunmal mit dem Thema Verwandlung, erfahren.
An zweite Stelle sind 11 Trancen mit dem Thema Verwandlung (in Kombination meist mit Heilung s.o.), davon 2 alleinig mit diesem Thema.
Drei Trancen hatten das Thema Wahrsagen zum Inhalt, einmal alleine und zweimal mit Heilung, Initiation und Verwandlung. Zwei Mal war das Haupthema Seelenreise und einmal Tod und Wiedergeburt.
Somit ist deutlich erkennbar, dass in der Position der „Hacilar Brusthaltung“ der Hauptfocus auf die Erfahrung von Heilung mit körperlich und bildlicher Wahrnehmung liegt. An zweiter Stelle mit 11 Trancen kommt die Verwandlung, die sich in vielen Farben, Thematiken und Facetten. Oft sind die Erlebnisse vermischt und miteinander in Kombination. zeigt (Jay Stattman erklärt in „Kreative Trance“, wie Bilder im Gehirn entstehen 1991: 51) . Dreimal wurden die Erlebnisse reflektorisch benannt. Inwiefern diese beiden selteneren Reaktionen mit verschiedenen, die Trance beeinflussenden Faktoren zusammenhängen, wie der Tagesverfassung, die aktuelle Lebensumstände, ob erfahren sein in Trance oder nicht, würde einer ausführlicheren Untersuchung bedürfen und den Umfang der Arbeit sprengen.

7.2. Erlebnisqualitäten in der Trance der Hacilarhaltung 1996 - 2018
Erleichtert, kräftigend, schwingend, fließend, dankbar, Zuversicht stärkend, dem Positiven zuwendend, befreiend, sicher, angstfrei, dynamisch, ganz sein rhythmisch, dynamisch, geborgen, ankommend, lebendig, frei, zufrieden, genährt, angekommen sein, erschrocken , mächtig, selbstverständlich, friedlich, bestimmt, sicher, zufrieden, gelöst, bestärkt, selbstverständlich, beweglich, wild; Freude, Lebendigkeit, Verbundenheit, Trost, Mitgefühl, Mitgefühl, Schutz, Trost, Unruhe, Unzufriedenheit, freudig, lebendig, kraftvoll; Ego los, verbunden, frei, sicher, angstfrei, heiter, dynamisch, vergnüglich, beschützt, Widerstand, kraftvoll, lebendig, Dasein, beachtet, geachtet; zufrieden, angekommen sein, unterstützt, Freude, Zuwendung, Ausgeglichenheit.

7.3. Wirkung der Hacilar-Brusthaltungen von 1996/1998 
 „Gerade die Trancehaltung der "Frau von Hacilar" vermittelt Frauen das starke Spüren einer enormen Kraft, Bestimmtheit und Souveränität als Frau. Die Kraft wurde erlebt als Freiheit, Würde, Sinnlichkeit und "im Fluss sein". Andere erleben sich als feurig, wild, beherzt, sexuell und ermutigt. Das Berühren der Brüste während der Trance wurde als angenehm akzeptierend erlebt. Ein neues Gefühl des Sich-Mögens stellte sich ein. Manchmal ist das Erlebte so überwältigend schön, dass es den Frauen schwerfällt, Worte dafür zu finden. Ein Gefühl des Einsseins und des Verbundenseins „mit allem was ist“, koppelt an alle Erfahrungen.

7.3.1. Zwei Erlebnisberichte 1996
Nachfolgend die Erfahrungsberichte zweier Teilnehmerinnen, die mittels einer Trancereise in die innewohnende Kraft dieser Haltung eintauchten.
„Geburt, Tod und die lebendige Dreiheit“
"Ich sehe die Muttergottes aus Lourdes. Plötzlich schießen spitze Messer und Pfeile aus meinen Brüsten. Ich spritze meine Milch ganz weit...sehe eineWölfin. Romulus und Remus liegen auf ihr und trinken. Da taucht die heilige Bernadette auf, sie ist weiß verhüllt...Kali kommt hinzu, sie hält in jedem Arm ein Schwert, als auch schon Salome und Judith erscheinen, mit dem Haupt des Holofernes... Ich gebe einen kurzen Ruf von mir, weil es mir zu wild wird. Sofort ist die Muttergottes beruhigend auf meiner Seite. Magische grüne Pfeile schießen nun aus meinen Augen. Meine Vagina öffnet sich und gebiert. Sie ist schön haarig und monströs. Dazwischen immer wieder das Meer, mal beruhigend, mal wild - die Mutter, die Leben gibt und Leben nimmt. Ein Lichtstrahl schießt von unten durch meinen Körper und hinauf bis zu meinem Hals. Ich fühle mich ekstatisch, sexuell und in Zeitlosigkeit geborgen." Eine andere Teilnehmerin berichtet Folgendes:
„Vor mir entstehen Halme, die aus sich herauswachsen. Ein Bogen läuft durch meine Kehle, daran hängen Flügel, meine im normalen Alltag unteraktive Schilddrüse wird belebt. Ich denke an ein Gedicht von Gitta Mallasz: “ Ich tanze im Takt, ganz frei und nackt - im Pulsschlag der Welt - die alles enthält“.
Aus meiner Kehle tönt es laut und röhrend. Mit diesem Ton entsteht ein Wald. Zwischen den Stämmen schimmert ein Lichtstrahl hindurch, der sich in Dunkelheit verwandelt.  Ein älterer Mann tritt gemessenen Schrittes heraus. An seiner Kopfbedeckung erkenne ich ihn als Hohenpriester. Er leuchtet mit einer Lampe die mit Zeichen und Reliefs bedeckten Wände ab. Ich weiß ganz plötzlich, dass er die Botschaft der Großmutter Ana sucht. Sie ist es, die mir das Bild eines bunten Schurzes mit flatternden Bändern vermittelt. Ich soll ihn schwingenden Schrittes tragen und dies wird meine Kreuzschmerzen lindern, sagt sie. Dann sehe ich ein drei lappiges Fenster.
Ganz deutlich weist es mich auf den dritten Punkt hin. Der erste Punkt ist die Schilddrüse, der zweite das Sakrum, und der dritte mein Schoß.
Ich lasse meine Energie lustvoll vom Schoß zum Sakrum und zur Kehle kreisen. Spüre mich hüpfend tanzen. Wild, kraftvoll und herausfordernd. Mein Lachen explodiert wie Popcorn.

 7.4. Wirkungen der Hacilar-Brusthaltungen 2018
Die Erlebnisse in der Trance von fünf Frauen im Februar 2018 korrelierten untereinander mit vielen Themen. Das Erlebnis von sich mächtig und stolz fühlen war da. Das Leben in Gemeinschaften von Frauen und auch mit Männern, die Frauen Respekt geben, sie ehren und in denen gefeiert wird. Geborgenheit und Sicherheit wurde erlebt und Widerstand. Nähren und genährt werden war ein wichtiges Thema. Vor allem die Selbstsicherheit im aufrechten Körper, die Brüste zeigend, sich kraftvoll und mächtig zu fühlen und die vollkommene Abwesenheit von Scham, Unsicherheit und Angst war das Hervorragende dieser Tranceerfahrung.

7.4.1. Zusammenfassung der Hacilar-Trancen 2018

• Sich zeigen, voller Stolz und Macht, in einer fruchtbaren Landschaft in Gemeinschaft leben.
• Sich verwandeln in einen Wolf, leben im dunklen Wald mit anderen Frauen zusammen. Die Bärenmutter wacht. Sich entspannt und geborgen fühlend.
• Ich tanze im Kreis, im Zentrum, bin nackt und selbstbewusst. Fühle Kraft im ganzen Körper. Männer ehren die feiernden Frauen. Titel des Bildes: „Das Fest zu Ehren der nährenden Mutter“.
• Aufforderung zur Selbstfürsorge als Erbe der Ahninnen. Brust und Herz ist eins. Heilenergie verteilt sich im ganzen Körper als Frauenkraft. Die Haltung gibt Balance und löst das Starre  und die Härte auf. Heilung findet statt. Titel des Bildes: „Die Kraft der zwei Herzen“.
• Erregt und dynamisch, Milch aus Brüsten, die ich schützen möchte. Die Rötelbemalung auf der Haut gibt Schutz, und diese Energie strömt als  

Widerstand in die Welt. Das ist das Gemeinschaftliche der Idole mit bemalten Zeichen. Ich liege eingerollt am Fell der Bärin.
Abb.11: „Samenschamanin“. Hermine Brzobohaty

7.4.2. Erlebnisbericht der Trance von H.  2018
„Ausdruck – Eindruck“
Ich bin erregt, dynamisch, während der Trance und auch danach.
Aus meinen Brüsten spritzt Milch. Ich möchte sie mit Schalen schützen, wie mit einer Rüstung. Ich sehe Schalen aus Ton, die als Brüste geformt sind.
Ist die Frau von Hacilar bemalt, wie die aus Syrien? Im Museum in Ankara hatten wir im Foyer Kopien von Statuetten gesehen, die ebenso mit ockerroten Mustern bemalt waren. Ich spüre die Bemalung auf meiner Haut. Sie ist ein Schutz. Die Schutz- und Widerstandsenergie strömt in die Welt und durchdringt die Welt. Die Information aus unserem Kreis heraus geht zu den Frauen in der Welt und ist eine Anhebung der Energie.
Tränen steigen auf. Haltung hat auch mit Verteidigung durch die Brüste zu tun. Ewas ziemlich Ungewöhnliches, wie wir das so nicht kennen. Das haben die anderen Frauen im Kreis auch erlebt, erfahre ich nach der Trance.
Anfangs hatte ich einen Ton von mir gegeben. Jetzt brülle ich laut, aber innerlich. Dann liege ich eingerollt und spüre das Fell der Bärin auf mir. Verbindung zu A., die sich zur Bärin verwandelt hatte. Abb. 12: Brunnen in Java, ©Rudi Böhm

8. Wirkungserklärung der Trancen
8.1. Die inneren Bilder wirken
Es scheint, dass hier mehrere Wirkungsebenen zusammenkommen. Die Wirkung der Imagination, wie schon oben angesprochen, welche die Bilder, Ahnungen und Empfindungen von einem stolzen kraftvollen Selbstbild neuronal verarbeiten und an das Nervensystem und den Stoffwechsel weitergeben. Mittlerweile wissen wir aus der Neurophysiologie und Neuropsychologie, dass die Vorstellungen, die inneren Bilder, über die Interpretation wirken und eine ermutigende, beruhigende und transformative Wirkung haben.  „Lebhafte Visualisierung, d.h. lebhaftes Sich-Vorstellen aktiviert dieselben Gehirnzellen wie die vorgestellte Handlung selbst“ (Reddemann/Dehner-Rau 2006: 136).
8.2. Körperempfinden wandelt sich
Die Bilder von friedlich, freudig gelebter Gemeinschaft erschafft Sicherheit und Entspannung. Das hatte Manfred Kremser schon beschrieben. „Diegeistig-seelischen Erlebnisse in der Trance wirken in die körperliche Ebene hinein „(Kremser 1997: 100).
Als Körperpsychotherapeutin mit Kenntnis in Traumatherapie sind mir die Bereiche und die Wirksamkeit des Zusammenspiels und der Ausbalancierung von körperlichen, geistigen und emotionalen Bereichen bekannt. In der körperpsychotherapeutischen Behandlung ist die Integration dieser drei Ebenenein grundsätzliches Behandlungsmodell. Die Psychoanalytikerin, Klinikleiterin und Nervenärztin Luise Reddemann nennt das Modell der hilfreichen Zusammenfügung BASK, für Behavoir, Affect, Sensation und Kognition (Reddemann 2005: 150). 
8.3. Glaubenssysteme verändern sich
Weitere Wirkungen von Trance auf geistig-seelischer Ebene zeigen sich am Verändern von Einstellungen und Lebenskonzepten. Da Einstellungen mit Einschätzungen und Bewertungen zusammenhängen (Lechleitner 1997: 24), (Hüter 2011: 73)  erweitert sich durch die ungewöhnlichenTranceerfahrungen das eigen interpretatorische Repertoire. Die Hirnforschung spricht von neuen neuronalen Verschaltungen, die durch neue positive Bewertungen entstehen.
Die stärkenden und positiven Bilder in der Trance, wie beispielsweise, sich in einer neuen Rangordnung in der Gruppe erleben, oder Fürsorge und liebevolles Annehmen erfahren, bewirken eine neue Sicht des Selbstbildes und die Aktivierung der eigenen Wertschätzung. Immer wieder wird berichtet, dass sich mehr zugetraut wird, die Selbstunterschätzung vermindert wird, dass Neues gewagt wird, dass die Wahrnehmung sich ändert und Schönheit, Farben und Formen bewusster wahrgenommen werden. 

9. Abschluss
Wir konnten feststellen, dass in den Trancen in der Hacilarbrusthaltung umwälzende Transformationen geschehen.
Die Nachhaltigkeit dieser Veränderungen könnte das Thema weiterer Untersuchungen sein. Zu der Verbindung von Körper, Seele und Geist kommt in der Ekstatischen Trance durch Rituelle Körperhaltungen die Dimension des Überpersönlichen dazu, das Transzendentale. In indigenen Gesellschaften wird das „Kommunikation mit den Geistern“ genannt. Wir begegnen den Geistern und hilfreichen Wesen, den Ahninnen und Tiergeistern, die unter anderem die Geschenke der Heilung bereithalten. Das hat mit in Balance bringen der Kräfte zu tun. Laut Lommel scheint das nur im Trancezustand möglich zu sein (Lommel 1980: 15).
Diese Verbundenheit und Harmonie bezeichnen die Navajo des Südwestens der USA als Hozho.
Wenn Hozho regiert
Wenn Hozho regiert ist alles in bester Ordnung. Gesundheit, Glück, Schönheit und Wohlbefinden erfreuen die Menschen. Das Abweichen von Hozhobringt Krankheit und Hässlichkeit in die Welt, kann aber wieder mit Hilfe der Geister und mit den entsprechenden Ritualen hergestellt werden.
Eine Liedzeile sagt: „Lasst uns den schönen Weg gemeinsam gehen“

10. Anhang
Weitere vorbeugende Maßnahmen
Zur Vorbeugung gegen Brusterkrankungen schlägt die WHO seit 1996 neben der Vorsorgeuntersuchung vor, frisches Obst, Gemüse und Vollkornkost zu sich zu nehmen, Fettzufuhr zu reduzieren, Fleisch und Milchprodukte durch Fisch und Olivenöl zu ersetzen (Clio 58: 12). Die Naturheilkunde rät zu Wärme und Sauerstoff in den Zellen. Homöopathie, Ayurveda und TCM, sind besonders als Erleichterung der sogenannten Nebenwirkungen bei Chemotherapiehilfreich. Körpertechniken wie Yoga, Tai-Chi, Chi-Gong, ebenso Nordic oder Onko Walk und Laufen helfen für eine Beweglichkeit. Diverse Behandlungstechniken wie Massagen, Energie- und Chakrenarbeit, Misteltherapie und Phytotherapie reihen sich ein. Tanz und kreatives Gestalten helfen der Seele.
Weitere Empfehlungen sind Quecksilberbelastung reduzieren, östrogenähnliche Stoffe wie Parabene und Bisphenol meiden. Vitamin D 3, Omega 3-Fettsäuren einnehmen, den stillen Entzündungen auf die Spur kommen, Melatonin Spiegel berücksichtigen und damit ausreichenden Schlaf ermöglichen (Clio 81, Rabufetti 2015). Die 12 Schritte zur Heilung von Northrup beinhalten umfassende Selbstfürsorge-Anregungen (1998: 528).

11. Quellen:
Literatur zur Brust
BERG, Lilo. 1996. Brustkrebs: Wissen gegen Angst. München. S 14f. Risiko-Statistiken: 35.
BRAND, Christiane/SCHELLENBERG, Vera/WILLING, Gudula. Lachesis: Fachzeitschrift des Berufsverbandes der Heilpraktikerinnen. 2008.
JÄGER, Margret: 2010. Früherkennung von Brustkrebs: Diskurs in Brasilien und Österreich, Wien.
LOVE, Susan. 1996. Das Brustbuch: Was Frauen wissen wollen. München.
LORDE, Audre. 1994. Auf Leben und Tod: Audre Lord Krebstagebuch. Berlin.
NORTHRUPP, Christiane. 1999. 2.Auflage. Frauenkörper Frauenweisheit: Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wiederentdecken können. München.
OLBRICHT, Ingrid. 1989. Die Brust - Organ und Symbol weiblicher Identität, Hamburg.
VOIGHT, Sabine. 2000. Brust Bilder: Vom Schönheitsideal zur Realfrau, Ebersbach.
WEED, Susun. 1997. Brust Gesundheit: Natürliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs. Berlin.
GIMBUTAS, Marija. 1985. Sprache der Göttin, Frankfurt a.M.

Literatur zu Trance
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DITTRICH, Adolf, Scharfetter, Christian, (Hsg.) 1987. Ethnopsychotherapie, Enke Stuttgart
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Reihe: Schriftenreihe der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft (ÖGRW) Bd. 5, Wien.
GOODMAN, Felicitas D., 1992. Trance - der uralte Weg zum religiösen Erleben; GTB, Gütersloh.
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ENGLISCHE Literatur
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GORE, Belinda, 1995. The Ecstatic Body Postures: An Alternative Reality Workbook Paperback.
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WILBER, Graf, Walch, Wolinsky, Laughlin, Erika Bourguignon Transpersonale Psychlogie/Anthropologie: Cross-Cultural-Comparative Studies of ASC‘s.
Web:
CSIKSZENTMIHALY Mihaly https://www.ted.com/talks/mihaly_csikszentmihalyi_on_flow
http://www.neurostreams.de/gehirnwellen-videokurs/
CSIKSZENTMIHALY Mihaly

Abbildungen:
Abb. 1: Graphik frauenreise, Hermine Brzobohaty, Deckblatt
Abb. 2: Keramikvase Hacilar, Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 3: Felicitas D.Goodman Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 4: Tonfigur aus Tlatilco Mexico aus “Wo die Geister auf den Winden reiten“ Felicitas D.Goodman
Abb. 5: Kürbisrasseln und Statuetten der Frau von Willendorf, Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 6: Tonfigur 1 aus Hacilar/Türkei, Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 7: Figurengruppe in Chatal Hüyük aus „The Leopards Tale“ Ian Hodder 2006
Abb. 8: Tonfigur 2 aus Hacilar /Türkei, Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 9: Graphik „Regenbogenkriegerin“ Hermine Brzobohaty
Abb. 10: Tonfigur Alaca Hüyük/Türkei, Foto Hermine Brzobohaty
Abb. 11: Graphik „Die Samenschamanin“ Hermine Brzobohaty
Abb. 12: Brunnen in Bali, Foto Rudi Böhm

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