Rituelle Körperhaltungen zum Schutz in der gewöhnlichen und in der außergewöhnlichen Wirklichkeit

SoSe 2022 Ulrike Davis Sulikowski Possessionstrance

Inhalt

1 Einleitung 
2 Rituelle Körperhaltungen und Ekstatische Trance
   2.1 Die Entdeckung
   2.2 Welche Körperhaltungen auswählen? 
   2.3 Benennungen der Trance
   2.4 Verschiedene Studien
3 Durch Apotropaei um Schutz bitten
4 Erforschte rituelle Körperhaltungen des Felicitas Goodman-Institutes
   4.1 Der Bärengeist
   4.2 Aztekische Göttin Coatlicue 
   4.3 Aztekische Göttin Tlaçolteotl
   4.4 Sheela na gig 
   4.5 Protest-Aktionismus 20. Juli 2020 Portland
      4.5.1 Erfahrungen in der Sheela na Gig Trance:
5 Die Medusa 
      5.1.1 Warrior Medusa
      5.1.2 Sky Dancer
   5.2 Mythos der Medusa
      5.2.1. Klassischer Mythos
      5.2.2 Medusa als Werbeträgerin
      5.2.3. Aus feministischer Sich
      5.2.4 Moderne Frauen 
      5.2.5 Trancegedicht 30.04.2022
6 Abschluss
7 Abbildungen
8 Quellen
   8.1.Literaturverzeichnis
   8.2.Internetquellen

1 Einleitung

Dieser Essay möchte der Frage nachgehen, ob die Rituellen Körperhaltungen, welche die Kulturanthropologin Felicitas D. Goodman (wieder) entdeckt hatte, indem sie zwei grundsätzliche Elemente aus dem Kulturgut der geschichtlichen und urgeschichtlichen Zeiten verbunden hatte, neben den bis dato beschriebenen Hauptthemen, wie Heilung, Metamorphose, Seelenreise, Feste feiern und der Kreislauf des Lebens (Vgl.: Goodman 1989: 87-201), noch weitere Themenbereiche und Wirkweisen in sich tragen.

Es wird hier der Focus auf das Thema des Schutzes und der Abwehr von schädlichen und unheilbringenden Kräften gelegt und diese Effekte von der im europäischen Raum noch wenig untersuchten Relevanz der Körperhaltung als zentrales rituelles Element hinterfragt. Darüber hinaus wende ich mich in dieser Arbeit einigen bisher erforschten rituelle Körperhaltungen zu, die das Thema Schutz beinhalten.

2 Rituelle Körperhaltungen und Ekstatische Trance

2.1 Die Entdeckung

Wie schon oben erwähnt hatte die Kulturanthropologin und Linguistin Felicitas D. Goodman im Zuge ihrer Tätigkeit an der Ohio State University, zu veränderten Bewusstseinszuständen in nichtwestlichen Kleingesellschaften geforscht.1 Dabei ist sie auf das Thema der Rituellen Körperhaltungen, die in die Ekstatische Trance führen und ihren unterschiedlichen Wirkungen gestoßen (Goodman 1989: 29 - 31). Das Interesse von Goodman wurde durch die Forschungen ihrer Doktormutter Erika Bourguignon, an denen Goodman auch mitwirkte, unterstützt.

Goodman bekam einen Artikel des kanadischen Psychologen V.F. Emerson zu lesen in dem er beschreibt, dass Glaubenssysteme in Wechselwirkung mit den eingenommenen Körperhaltungen stehen (Goodman nach V.F. Emerson 1989: 30, Bourguignon 1968, Bourguignon 1973). Emerson führt darin aus, dass sich alle Funktionen des Körpers, je nach eingenommener Körperhaltung verändern, der Herzschlag, das Atmen, wie auch das Bewegungsvermögen der Eingeweide. Emerson vermutete, dass das auch eine Wirkung auf der psychologischen Ebenen haben müsste.2

Felicitas Goodman erzählte mir Im persönlichen Interview (2000), dass es für sie wie ein Blitzschlag der Erkenntnis war: „Körperhaltungen, daran hatte ich noch nie gedacht“. (Brzobohaty-Theuer 2000). Körperhaltungen spielten in Goodmans Forschungsbereich der Glossolalien der Pfingstbewegung der Apostolischen Gemeinden3 keine Rolle. Sie berichtete, dass kein einziger Prediger auf eine bestimmte Körperhaltung hingewiesen oder sie verlangt hätte. Auch in der ethnographischen Literatur hätte sie diesbezüglich keine Hinweise gefunden, auf die bei einem religiösen Ritual aufmerksam gemacht wird. Goodman schreibt: “Der nächste Schritt, die Frage danach welche Haltungen hier in Frage kämen scheint mir heute völlig selbstverständlich, aber damals hatte es etwas vom Ei des Kolumbus. Emersons Gedankengänge deuteten schon in die Richtung, aber die Idee, während der Trance eine bestimmte Haltung einzunehmen und diese dann auch noch der völkerkundlichen Literatur zu entnehmen war noch niemanden gekommen. Und so war es mir vergönnt, eine lange verschüttete Welt neu zu entdecken“. (Goodman 1989: 30)

1 FELICITAS D. GOODMAN Speaking in Tongues: A Cross-Cultural Study of Glossolalia and is assistant professor of anthropology at Denison University, Granville, Ohio, 1973
2 V.F. Emerson: „Can Beliefsystems Influence Behavoir? Some Implications of Research on Meditation. ”Newsletter Review”, The R.M. Bucke Memorial Society, 5: 20-32, 1972
3 Goodman D. Felicitas: Wo die Geister auf den Winden reiten 1989: 25, Bauer Freiburg i. B., Juan erzählt von seinem Erlebnis der Offenbarung des Heiligen Geistes, ihn „in Zungen sprechen zu lassen!“

2.2 Welche Körperhaltungen auswählen?

Eine der ersten Körperhaltungen die erprobt wurden war die des Bärengeistes der nordamerikanischen Kwakiutl (s.h. Abb. 3) und wurde der Ethnographie: „Die Welt der frühen Jäger“ von Andreas Lommel 1966 entnommen. Trommel und Rassel begleiteten das Ritual mit einem Beat von 220 Schlägen, was sich als am wirkungsvollsten beim Umschalten vom alltäglichen Zustand in den nichtalltäglichen Trancezustand erwies. Goodman und ihre Mitarbeiter_innen untersuchten Körperhaltungen aus den Epochen der Jäger_innen und Sammler_innen, der Gartenbauer_innen und die der Übergangszeit zu den Ackerbauer_innen, die zeitlich mit Europa, Asien, Nordamerika, Mittel und Südamerika korrelierten. Die Anthropologie Student_innen, als Versuchspersonen, hatten in diesen 15- minütigen Sitzungen andersgeartete Erfahrungen als in Übungen ohne Körperhaltungen. Sie sprachen von Visionen.

2.3 Benennungen der Trance

Der veränderte Bewusstseinszustand der sich von der Besessenheitstrance dadurch unterscheidet, dass die Ausführenden, obwohl sie in Trance sind, ihr Wachbewusstsein behalten, wird von Felicitas D. Goodman „ekstatische Trance“ genannt. Die Ausübenden sind dabei gleichzeitig in zwei Bewusstseinszuständen, den der allgemeinen und den der außergewöhnlichen Realität die von manchen Autor_innen die Welt der Geister genannt wird und in die Ekstase führt. Wir können Skulpturen und Masken finden, in denen dieser parallele Trancezustand dargestellt wird.

                                                                                          Abb.1: In zwei Welten schauen
 
Der Überbegriff religiöse Trance (Jarausch 2010)4 wird verwendet, kreative Trance (Tobi Zausner 2022)5 und Giselher Guttmann spricht von „Trance nach Goodman“ (persönliches Telefonat 1999).

In den Versuchsreihen, die Felicitas D. Goodman unternahm, zeigten sich je nach Körperhaltung bestimmte inhaltliche Schwerpunkte. Die sinnlichen Erfahrungen bündelten sich um Themen wie Heilung, Seelenreise, Verwandlung, Lebenszyklen und Mythos.
Von einer Handvoll Körperhaltungen wuchs die Anzahl der durch Felicitas D. Goodman und ihrer Studiengruppe erforschten Ritualpositionen fortlaufend an.

4 rebetrance - Einführung in die Religions- und Bewusstseinsforschung http://www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/rebetrance/rebetrance-full.html
5 Tobi Zausner: Die kreative Trance - Veränderte Bewusstseinszustände und der kreative Prozess, 2022, Cambridge University Press

2.4 Verschiedene Studien

Laboruntersuchungen unter Prof. Johann Kugler in München (1983) und weitere in Zusammenarbeit mit Prof. Guttmann in Wien (1987) bringen einen umfassenden Einblick in das komplexe biologische Geschehen bei der Trance.6 Dr. Johann Kugler Johann bezog sich auf Endokrinologische Untersuchungen 1983 an der psychiatrischen Klinik der Universität München.

Neurophysiologische Untersuchung fanden in Wien 1987 unter Giselher Guttmann statt. In der Trance nach Goodman kam es zu einer Gleichspannungsverschiebung um etwa 2000 Mikrovolt – ähnlich wie im Schlaf – nur in die andere Richtung. Ein Zustand extremer Aktivierung. Diese enorme Aufladung der Gehirnrinde konnte nur in der Trance und nicht in der Meditation und Hypnose festgestellt werden (Guttmann 1990)7. Christina Hunger schrieb 2005 ihre Diplomarbeit zu: Trance – Eine empirische Studie am Beispiel Ritueller Körperhaltungen, an der Universität Landau.

6 Goodman Felicitas D. 1996: Trance, der uralte Weg zum religiösen Erleben. Gütersloh, Gütersloher Verlagshaus.
7 Guttmann Giselher: Zur Psychophysiologie der Bewusstseinssteuerung. Meditation-Trance-Hypnose: Wurzeln und biologische Korrelate 1990 Wien, Gerold-Verlag

3 Durch Apotropaei8 um Schutz bitten Warum bitten wir um Schutz?

Weil uns allgegenwärtig Angst, Unsicherheit und Bedrohung umgibt. Die materiell existentiellen Bedürfnisse sind durch Pandemien, Krankheiten, Inflation und Umweltkatastrophen bedroht. (Michael Weißl 1998)9.

Doch finden wir seit jeher in ethnographischen Berichten, dass Missgeschicke, wie Unfälle, Krankheiten, Streit etc. auch als Angriffe über und durch Geister, Hexer/Hexen und Dämonen ausgelegt werden und es diesbezüglich ebenso des Schutzes bedarf. (Taussig 2013).10

Aus der Kunstgeschichte, Archäologie und Kulturforschung kennen wir materielle Zeugnisse, von denen angenommen wird, dass sie die Kraft haben, wohlwollende Kräfte anzuziehen und böse Kräfte abzuwenden und sich an sogenannte höhere Mächte richten, die notwendig sind, um Wohlstand zu sichern und persönliche Katastrophen abzuwenden. Das können Amulette, Halbedelsteinen, Augenperlen, Zeichen auf Materialien wie Stoffe und Leder, die mit sich getragen werden, und auch inhaltsschwangere Zeichen an Wänden sein (1922), (Evans- Pritchard, 1988) (Malinowsky, 1922/1984)11. Auf der Haut scheinen sie als Skarifizierungen, als Verletzungen der Haut, auch Schmucknarben genannt und Tatauierungen auf. (Cattani 1922)12

                                                                                               Abb. 2: Scarificierungen

Laut Miriam Robin Dexter13 war der Glaube an die Existenz böser Mächte Teil des antiken Alltags und ein Phänomen, das tief in das Volksdenken der griechischen Welt eingebettet war. Dexter schreibt weiters, dass die Angst vor solch böswilligen Mächten das Bedürfnis nach Schutz erzeugte und dass seit den Anfängen der Literatur Geister und andere dämonische Wesen erwähnt wurden, die Besänftigung brauchten, und Wege zur Abwehr des Bösen, wie die Verwendung von Apotropaei. Solche Schutzmaßnahmen sollten entweder auf der Grundlage magischer und religiöser Gesetzmäßigkeiten wirken, oder vor allem durch ihr furchterregendes Aussehen, also auf offenkundig psychologische Weise, den menschlichen und dämonische Betrachter abschrecken und vertreiben, wie es bei den Gorgoneion beabsichtigt ist.14 Immer wieder werden Rituale apotropäischen oder prophylaktischen Charakters im Alltags- und Familienleben beschrieben, wie zum Beispiel bei Geburt, Heirat oder Tod (Reinigung von Haus und Haushalt, Trank- und Ehrenopfer) und andere Praktiken, die sich auf den Schutz der Gemeinschaft als Ganzes konzentrierten (Mead, 1922), (Evans-Pritchard, 1988) (Malinowsky, 1922/1984)15. Mary Douglas hatte sich dem Thema Reinigung in ihrem bekannten Werk „Reinheit und Gefährdung“ gewidmet (Douglas 1966/1985).16

8 Apotropäisch (altgriechisch) bedeutet, die Verwendung von Magie, um eine gefährlichere Magie abzuwehren.
9 Weißl Michael: TORGOTTHEITEN Studien zum sakralen und magischen Schutz von griechischen Stadt- und Burgtoren unter Einbeziehung der benachbarten Kulturen, Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades
Wien, 1998, Beispiele für apotropäische Bereiche.
10 Michael Taussig: Sympathiezauber 2013, Konstanz University Press,
11 (Mead 1922), (Evans-Pritchard, 1988) (Malinowsky, 1922/1984)11, (Douglas 1966/1985)
12 Cattani Paul: Das Tatauieren 1922, Zürich
https://volkskundemus eum.at/jart/prj3/volkskundem useum/data/publikation/1558682001052/1558682001052.pdf
13 Miriam Robbins Dexter and Victor H. Mair, “Sacred Display: New Findings” Sino-Platonic Papers 240 (2013)
14 Ebd., Weißl Michael: TORGOTTHEITEN- Studien zum sakralen und magischen Schutz von griechischen Stadt- und Burgtoren unter Einbeziehung der benachbarten Kulturen, Wien, 1998
15 Margret Mead: Coming of Age in Samoa 1922 NY, Evan-Pritchard E.E.: Witchcraft, Oracles_and_Magic among the Azande, Oxford 1950, Malinowsky Bronislaw: Argonauten des westlichen Pazifik, Syndikat, 1984
16 Douglas Mary: Reinheit und Gefährdung - Eine Studie zur Vorstellung von Verunreinigung und Tabu 1966/1985 deutsch

4 Erforschte rituelle Körperhaltungen des Felicitas Goodman-Institutes

Im Folgenden wird auf vier erforschte und erprobte rituelle Körperhaltungen näher eingegangen, die thematisch den Schutzhaltungen zugeordnet werden können.

Bärengeist weltweit (Goodman 1989: 131) Coatlicue Mexiko (Buche 2001: 171) Tlatçolteotl Mexiko (Vidal 2022)
Sheela na Gig Irland (Sanyal 2009: 54-61)

4.1 Der Bärengeist

Eine Holzschnitzerei der Kwakiutl aus dem 19. Jhdt. zeigt einen Bären, der eine kleinere Figur, die die Augen geschlossen hält, von hinten umfasst (Goodman 1989: 31). Diese beiden Gestalten vermitteln optisch eine Verbunden- und Geborgenheit. Im Experiment oder Labor der“ Ekstatischen Trance“ oder laut Guttmann „Trance nach Felicitas Goodman“ (Guttmann, Goodman, Korunka 1988) wird das Erleben des Schutzes und der Geborgenheit beschrieben.

                                                                       Abb. 3: Der Bärengeist: Goodman nach Lommel 1989: 31

                                                                                        Abb.4: Matsigenka Zeichnung

4.2 Aztekische Göttin Coatlicue

Die Haltung, die die kleine Figur Abb.3 einnimmt, wurde an Statuetten und Gravierungen in Europa, Asien, Afrika, Nord- Mittel- und Südamerika entdeckt und ist datiert von der Jungsteinzeit bis zum 16.Jahrhundert (Landkarte Goodman 1989: 131-132). Der jüngste Beleg für die Haltung des Bärengeistes stammt aus den 70er Jahren und wurde von Gerhard Baer, der von 1967 bis 1995 Direktor des Basler Völkerkundemuseum war, von seiner Forschungsreise17 zu den Matsigenka in Ost- Peru, anhand einer Zeichnung, des Schamanen Benjamin Sanchez mitgebracht.18

    
Abb. 5: links, Coatlicue, c. 1500, Mexica (Aztec) found on the SE edge of the Plaza mayor/Zocalo in Mexico City, basalt,
Abb. 6: rechts 257 cm high (National Museum of Anthropology, Mexico City)19

Abb. 5 Coatlicue 1,15 m x 0,40 hoch, Tuffstein, heutige Standort ist das Museo Nacional Antropologia in Mexico Ciudad.
Der Kopf ist skelettartig, die Figur war ursprünglich koloriert, sie trägt eine Schlange als Gürtel um Taille. Ihre hängenden Brüste sind ein Zeichen, dass sie Viele genährt haben. Sie trägt einen Rock aus Klapperschlangen. Ihre Füße haben Raubkatzenkrallen. Sie wird Erdmutter oder Urmutter genannt. Die Figur der Coatlicue hat erschreckende und schützende Aspekte.

„Und die Mutter der Gottheiten Teteoinnan, wurde auch als Erdgöttin Coatlicue („Die mit dem Rock aus Schlangen“) und als Göttin der Sexualität – Die Schmutz fressende Tlaçolteotl angerufen“ (Bode 2001: 171).20
Über die Jahrhunderte erfolgte eine Hybridisierung mit der katholischen Jungfrau von Guadeloupe. Diese nimmt die Bedürftigen unter ihren blauen Mantel auf. Beide, die Jungfrau von Guadeloupe und die Erdmutter Coatlicue werden in ganz Mexiko verehrt.21

17 1996 wurde das Basler Völkerkundemuseum in Museum der Kulturen umbenannt.
18 Gerhard Bär: Die Religion der Matsikenka: Ost Peru, Basel: Wepf 1984
19 Führung durch Archäologische Museum Mexico City- Coatlicue https://www.khanacademy.org/humanities/art-americas/early-cultures/aztec- mexica/v/coatlicue?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_term=Stuff%20you%20might%20like%20After%20Test%20Cohort%20Made&utm_campaign=Highlighted%20Content%20031515%20-%20Second%20List%20%5BFinal%5D
20 Bode Irina: Der Gottheiten Mutter und ihre heilkundigen Priesterinnen, in:Gottheiten, Geister und Schamanen 2001: 163
21 Silvia Eichner Seminararbeit 2008 unveröffentlicht: 1-37

4.3 Aztekische Göttin Tlaçolteotl
die Göttin der Schönheit, der Sexualität und des Unrats. Sie war Schöpferin und Zerstörerin des Lebens. (Bode 2001)22

                                                                                      Abb. 7: Aztekische Göttin Tlaçolteotl

Seit vielen Jahren zählt zu den erforschten rituellen Körperhaltungen aus Mittel- und Südamerika die aztekische Göttin Tlaçolteotl (Gore 1996: 96). Belinda Gore beschreibt sie als Göttin der Liebe und des Unrats. Von Bode (2001: 171) erfahren wir, dass Unrat und Erde gleichgesetzt wurde. „In schwangeren und gebärenden Frauen verehrte man zugleich die fruchtbare Natur. Den Körper, aus dem alles geboren wurde, setzt man sprachlich mit Erde und Schmutz gleich.“ (Bode 2001).23 Somit ist Tlaçolteotl auch die Erdgöttin. Im Ritual der Ekstatischen Trance wurde die Erfahrung gemacht, dass in diesem Ritual auch das Potenzial der Vergebung liegt und Schuld und Schuldgefühle aufgelöst wurden (Gore 1996: 96).24

22 Bode Irina: Gottheiten, Geister und Schamanen 2001:171, Monika Vidal – Tlaçolteotl 2020 https://moniquevidal.medium.com/20-days-of-goddesses-til-imbolc-1414c0d14a94
23
Bode Irina: Der Gottheiten Mutter und ihre heilkundigen Priesterinnen, in: Gottheiten, Geister und Schamanen 2001:163
24 Belinda Gore: Rituelle Körperhaltungen Synthesis 1996: 96

4.4 Sheela na gig

Das in Stein gehauene Frauenrelief der Sheela na gig auf Kirchenmauern und über Toröffnungen ist aus Irland (170 - mal), England (47 - mal) Wales und in Schottland aus dem 11. bis 13. Jhdt. bekannt. Es wurde jedoch auch an europäischen Orten aufgefunden.
In stehender, hockender oder sitzender Haltung berührt die Frauenfigur der Sheela na gig ihre Schoßlippen und öffnet sie. Ihr Gesicht ist oft zu einer Fratze verzerrt.25 Die Theorie von Jörgen Anderson (1977) ist, dass die Sheela abschrecken soll, eine hexenartige und böse Frau ist, welche mit ihrer alles verschlingenden Vagina droht.26

Die Beine spreizen und die Vulva zeigen ist nach Erika Quasim eine alte Geste des Schoßweisens, damit des Hinwegweisens und Eigenmacht demonstrieren. Sie bezieht sich dabei auf Traditionen des Vorderen Orients und des östlichen Europas und vermittelt, dass die Gesten in das weite Feld der Apotropaei gehören (Quasim 2009).27

Nach Barbara Freitag, muss man aber davon ausgehen, dass Sheela na gig, die universelle Muttergöttin in ihren drei Aspekten, welche das Leben erschaffen, das Leben erhalten und das Leben nehmen, darstellt.28 Starr Goode betont in „The Dark Goddess of Sacred Power” (2016), dass die Sheela na gig die allumfassenden Aspekte der Rekreation des Lebens repräsentiert.

Für Viki Noble ist dieses Buch „ A antidote to the war of woman” (Ein Gegengift gegen den Krieg gegen Frauen, Noble 1991).29

25 http://www.irelands-sheelanagigs.org/ Fotos von Sheelas und Landkarten der Fundorte
26 Jörgen Anderson; The witch at the Wall, Rosenkilde and Bagger, Kopenhagen 1977
27 Quasim Erika: Frauenstatuetten: Zwei Gesten als Teil der Darstellung 2009, Oldenburg isensee
28 Barbara Freitag- Sheela Na Gigs - Unravelling an Enigma, Routledge NY 2004
29 Starr Goode: The dark Goddess of sacred Power 2016, Viki Noble: Shakti Woman Harper Collins Publishers NY 1991

    
Abb.8: Sheela Na Gig aus dem 12. Jahrhundert in der Kirche von Kilpeck, Herefordshire, England. Abb. 9 KIlsarkan Church Irland

Anmerkung zu Abb. 9: Dort wo das Halbrelief berührt werden konnte, wie über einem Torbogen, ist der Stein glattgeschliffen. Frauen haben die Vulva der Sheela na gig zur Bekräftigung ihres Frauseins berührt.30

30 Barbara Freitag- Sheela Na Gigs - Unravelling an Enigma, Routledge NY 2004

4.5 Protest-Aktionismus 20. Juli 2020 Portland

                                                                           Abb. 10: Reuters/Nathan Howard: Protest in Portland 31

Auch heute noch zeigen Frauen Gesten dieses Protestierens und benutzen ihren Körper in der historischen, apotropaeischen Weise. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet dazu am 20.Juli 2020.
„Ein Einsatz von militarisierten Sicherheitskräften des Bundes in Portland im US-Staat Oregon schlägt immer höhere Wellen. Am Wochenende wurde auch Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die seit fast zwei Monaten täglich gegen Rassismus und Polizeigewalt protestieren. Stadt und Bundesstaat wehren sich gegen die Einmischung aus Washington – vorerst ohne Erfolg. Dafür hat die Protestbewegung eine neue Ikone: Eine unbekannte Nackte stellte sich den Einsatzkräften entgegen.

Nackt – bis auf eine schwarze Mütze und Gesichtsschutz. Sie schritt gezielt auf die Wand der Polizisten zu. Während sie mit Pfeffergeschossen traktiert wurde, erhob sie den rechten Arm und zeigte auf die Polizisten. Dann setzte sie sich und spreizte die Beine. All dies tat sie ruhig, sicher und selbstbestimmt. Daraufhin zogen die Polizisten ab.“ 32

31 https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Nackte-Athena-bietet-Trumps-Armee-die-Stirn- article21923694.html
32 
https://orf.at/stories/3174293/

4.5.1 Erfahrungen in der Sheela na Gig Trance:

Wenn eine Frau sich mit der Geste der Sheela na gig verbindet, spürt sie deren Unerschrockenheit und Unverschämtheit. Die Sheele na gig gibt Fürsorge und Schutz und spiegelt der Frau ihre Kraft und Schönheit und hilft ihr wieder ganz zu werden und sich im eigenen Körper wohlzufühlen (Autorin).

                                                                                  Abb. 11: Graphik Sheela the Wordl ( H.B.T.)

5 Medusa

In diesem Kapitel wende ich mich einer rituellen Körperhaltung zu, die im europäischen Raum, meines Wissens nach, kaum erforscht wurde. Ileen Root, ein Mitglied des US-amerikanischen Felicitas Goodman - Institutes setzte sich mit der „Warrior Medusa Posture“ auseinander und ich griff diese Anregung auf.

Als Mitglied des amerikanischen von Felicitas Goodman gegründeten Cuyamungue Institutes (zur Erforschung, Lehre und Praxis der rituellen Körperhaltungen und der Ekstatischen Trance) erfuhr ich im Newsletter 2013 des Institutes, von der Forschung der Psychologin Ileen Root zur „Warrior Medusa“.33

Sie schreibt in ihrem Artikel, dass ihr im Zuge ihrer Recherche zum Archetyp der "Todes Göttin" auffiel, dass viele Statuen der Gorgo Medusa an die Yoga Pose des „Kriegers“ erinnern.

                                                                                    Abb.11 Medusa mit dem Pferd Pegasus

Als Praktizierende der rituellen Körperhaltungen war ihr Interesse geweckt, diese Haltung zu untersuchen und herauszufinden ob sie ein Tranceerleben ermöglicht. Ich stieß 2021 auf diesen Artikel und experimentierte zweimal mit einer kleinen Gruppe mit der Warrior Medusa“ wie Ileen Reet sie genannt hatte.

33 Ileen Root: https://www.cuyamungueinstitute.com/articles-and-news/artists-spirit-series-warrior-medusa/

5.1 Zwei Varianten der Medusa Haltung

Ilene Root schlägt zwei Varianten der Haltung vor. Die eine nennt sie „Warrior Medusa“.

                                                                            Abb.12: Medusa am Dachgiebel in Kerkyra/ Korfu34

34 Eine archaische Gorgone (ca. 580 v. Chr.), dargestellt auf einem Giebel des Tempels der Artemis in
Kerkyra/ Korfu, Archäologisches Museum Korfu https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Close_up_of_Gorgon_at_the_pediment_of_Artemis_t emple_in_Corfu.jpg

5.1.1 Warrior Medusa

Der Haltung ist ähnlich wie die Yoga Pose „Der Krieger“. Dabei ist das linke Knie nach links gestellt und das Bein leicht gebeugt. Das rechte Bein ist einen Schritt zurückgesetzt, das Knie nach links gerichtet und leicht gebeugt. Der rechte Fuß wird leicht nach innen gedreht. Der Oberkörper und der Kopf werden mit dem Gesicht nach rechts gedreht. Der linke Arm ist schulterhoch über dem linken Bein, der Ellbogen ist um 90 Grad nach oben gebogen, die Handfläche nach vorne gerichtet. Der rechte Arm ist mit der Handfläche nach hinten gebeugt. Die Zähne entblößen und die Zunge aus dem Mund strecken.

Die zweite Variante nennt Ileen Root „Sky Dancer“.

5.1.2 Sky Dancer

Dies ist im Grunde die gleiche Pose, aber auf dem Rücken liegend mit gebeugten Beinen und Armen, links nach oben und rechts unten wie zuvor. Ein Kissen kann bei Bedarf unter die Knie oder den unteren Rücken gelegt werden. Die Haltung kann auch auf dem rechten Knie aufgestützt eingenommen werden, ist aber schwer zu halten.35

                                                                                           Abb. 13: Medusa aus Syrakus 36

35 Ilene Root: https://www.cuyamungueinstitute.com/articles-and-news/finding-medusa-postures/
36
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gorgoneion_Syrakus.jpg
Terrakottaplakette aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. (Syrakus), die eine geflügelte Gorgoneion darstellt, die in der schematischen archaischen Art läuft. In der rechten Hand hält sie Pegasos, das geflügelte Pferd, das laut Mythos aus dem ausgetretenen Blut der enthaupteten Medusa geboren wurde. Miriam Robin Dexter schreibt nach Apporodorus (2010), dass aus dem Blut Äskulaps entstanden ist.

5.2 Mythos der Medusa

Text stammt aus der Ausstellung „Tierisch -Tiere und Mischwesen in der Antike“ Katalog 2021 im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, 2021 (Dr. Andrea Bignasca).37

37 https://issuu.com/antikenmuseumbasel/docs/brosch_ren_tierisch_inhalt_komplett_compressed/s/13357014

5.2.1 Klassischer Mythos 38

Die drei Gorgonen-Schwestern Medusa, Stheno und Euryale lebten auf einer Insel jenseits des Okeanos, am Rande der bekannten Welt. Als Töchter der Titanen Phorkys und Keto und als Enkelinnen der Gaia wurden die Gorgonen bereits von frühgriechischen Dichtern als Ungeheuer beschrieben. Eine zweite Version des Mythos berichtet jedoch, dass Medusa ursprünglich von betörender Schönheit gewesen sein soll. Sie wurde von der Göttin Athena in ein geflügeltes Ungeheuer verwandelt, nachdem Poseidon sich an ihr vergangen hatte. Seither erschien sie mit Schlangenhaaren, Eberzähnen, einer gebleckten Zunge, einer furchteinflößenden Fratze und einem grässlichen Blick. Alle diejenigen, die sie ansahen, erstarrten zu Stein.

Gerade dieser Aspekt fand in der Darstellung der Medusa seinen besonderen Niederschlag. In der griechischen Kunst fand nämlich vor allem das Haupt der Gorgo (Gorgoneion) mit ihrem furchteinflößenden Blick als übelabwehrendes Symbol auf Dächern, an Türen und Waffen Verwendung. (Bignasca 2021)

38 Ovid, «Verwandlungen» 4, 798–801 (spätes 1. Jh. v. Chr.)

5.2.2 Medusa als Werbeträgerin

Medusa muss für vieles herhalten. Auch die Firma Versace findet Medusa wirksam und zeigt ihr Haupt, oft in Gold, auf Slippers, Sneakers, Bademäntel und Taschen.39

                                                                                    Abb. 14: Sneaker Versace Medusa Blue

39 https://www.versace.com/eu/de/herren/schuhe/sneakers/odissea-sneaker-1uc30/1004524- 1A03180_1UC30.html

5.2.3. Aus feministischer Sicht

Auch dem Archetypenlehrer C.G. Jung und Erich Neumanns Muttertheorie durfte Medusa dienen. Das lässt Gerda Weiler nicht unwidersprochen zu. In „Der enteignete Mythos“ (Weiler 1991: 7, 128)40 geht sie auf die Suche nach dem weiblichen Selbst und dem matriarchalen Bewusstsein. Sie untersucht die klassischen Mythen und nimmt sich des Gorgo Medusa Mythos an. Sie weist in Kontrast zu C.G. Jung und Neumann darauf hin, dass Medusa in der Antike als Schutzmacht verehrt wurde und ihr Bild allgegenwärtig war. Nach Ranke Graves betont G. Weiler die heilende Kraft des gorgonischen Blutes, das von Priesterinnen feierlich bewahrt wurde. (Weiler 1991:128, Ranke Graves 1960) Später änderte sich der Mythos zugunsten Äskulaps, der durch Medusas Blut heilkräftig wurde.

Miriam Robbins Dexter (2010)41 möchte in ihrem Artikel (The Ferocious and the Erotic: "Beautiful" Medusa and the Neolithic Bird and Snake) die Ambivalenz von Medusa aufzeigen. Sie rät zu einer historischen und kulturübergreifenden Erforschung der Medusa, die zu einem feministischen Bemühen beitragen kann, die Komplexität des weiblichen Göttlichen zu würdigen und zu artikulieren.

Sie meint, dass es viele Theorien darüber gibt, welche mythischen Figuren die Vorläufer der Medusa waren. Abbildungen von Vogel- und Schlangengöttinnen gab es in ganz Europa und im Nahen Osten seit dem Neolithikum. Diese große Anzahl an Vogelfrauen, Schlangenfrauen und Hybriden lassen vermuten, dass die Figurinen mächtige göttliche Frauengestalten in den neolithischen Kulturen Europas und des Nahen Ostens darstellen (Gimbutas 1998).42


                                                                                    Abb. 15: Vogelgöttinnen aus Zypern43

40 Gerda Weiler: Der enteignete Mythos 1991 Campus Frankfurt
41 https://www.jstor.org/stable/10.2979/fsr.2010.26.1.25?seq=1&cid=pdf-reference# Miriam Robbins Dexter: The Ferocious and the Erotic: "Beautiful" Medusa and the Neolithic Bird and Snake”
42 Maria Gimbutas: Die Sprache der Göttin, Zweitausendeins 1998,
43 Vogelgöttinnen aus Zypern Ton, 1500 v.d.Z., https://www.metmuseum.org/art/collection/search/241098?high=on&rpp=90&pg=3&rndkey=20141021&ft=* &pos=212

5.2.4 Moderne Frauen

Dexter meint weiters, da wir keine weiblichen antiken Autorinnen zur Verfügung haben, hält sie es für wahrscheinlich, dass sowohl antike Frauen als auch Männer die Medusa fürchteten, während sich viele moderne Frauen mit ihr zu identifizieren scheinen. Sie bezieht sich auf den Sammelband „Medusa Readers“ (Garber and Vickers 2003) und zitiert mehrere Autorinnen daraus, wie Hélène Cixous (1975) die überzeugt ist, dass die Gorgone Frauen nicht versteinert, denn: "Man muss die Medusa nur direkt ansehen, um sie zu erkennen. Und sie ist nicht tödlich. Sie ist schön, und sie lacht".44 Dexter meint weiters, dass viele Frauen sich mit der Grimasse und dem Zorn der Medusa identifizieren. Emily Culpepper zitiert sie mit: "Die Gorgone hat viele lebenswichtige, buchstäblich lebensrettende Informationen, die Frauen über Zorn, Wut, Macht und die Freisetzung der entschlossenen Aggressivität, die manchmal zum Überleben notwendig ist, lehren können.“ (1986)45

Von der italienische Künstlerin Cristina Biaggi berichtet sie über deren Studien der Vorgeschichte, der antiken Geschichte und des Mythos, die sie in mehrere Medusa Skulpturen einfließen hat lassen.

Christina Biaggi: „Ich habe eine Reihe von Skulpturen und skulpturalen Collagen geschaffen, die vom Thema Medusa inspiriert sind. Medusa repräsentiert für mich die tiefsten, ursprünglichsten regenerativen Aspekte der Großen Göttin, die von 5.000 Jahre alten Schichten des Patriarchats dämonisiert wurden.“ (Biaggi 1998)


Abb. 16: Christina Biaggi: Raging Medusa 46

44 Hélène Cixous: The Laughter of the Medusa (1975), in Garber and Vickers, The Medusa Reader, 133, 2003
45 Emily Culpepper, “Ancient Gorgons: A Face for Contemporary Women’s Rage” (1986), in Garber and Vickers, The Medusa Reader, 241, 2003
46 Abb. 13: Christina Biaggi: Raging Medusa, 1998, 5 Fuß Durchmesser, Fiberglas https://www.cristinabiaggi.com/artwork/medusas 31.08.2022

5.2.5 Trancegedicht 30.04. 2022

In der Medusa Trance 47

MEDUSA KRIEGERIN

Steh kraftvoll hier
Im Jetzt
Am Beginn des Werdens Muskeln, Sehnen, Nerven
aller Körper
Entwickeln sich
weiß um die Absicht
zeitlos, kein Drängen
Es entsteht der RING DER KRAFT Gemeinsam
Mit den anderen
Zweien

47 Autorin

6 Abschluss

Mit der Verschriftlichung meiner Recherche zu den oben angeführten rituellen Körperhaltungen, die einen Focus auf apothrophaeisches, wie Entschiedenheit, Schutz, Resistenz, Sicherheit und Wehrhaftigkeit legen und besonders mit der Forschung zu der „Warrior Medusa“, möchte ich die Bedeutung besonders für Mädchen und Frauen hervorheben.

Im Tranceritual kann diese Position geübt und die damit verbundenen Informationen, wie Emotionen, Bilder und Empfindungen des Mutes und der Entschiedenheit erlebt werden um als Körper- und Lebenshaltung verinnerlicht zu werden. Vielleicht kann ein rituelles AIKIDO48 entstehen.

48 Aikido ist eine japanische Kampfkunst. https://de.wikipedia.org/wiki/Aikid%C5%8D

7 Abbildungen

Abb.1: In zwei Welten schauen, Lega/Kongo Holz, 41cm, Catawiki B.V. Sint Jorissteeg 2
1012 XV Amsterdam
Abb. 2 Scarificierungen https://promitattoos.com/wp-content/uploads/2020/04/10- erstaunliche-scarification-tattoos_5e912e7531e45.jpeg Tatauieren https://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/publikation/15586820010 52/1558682001052.pdf
Abb. 3 Der Bärengeist Goodman nach Lommel 1989: 31
Abb. 4 Matsigenka Zeichnung Goodman 1989: 203
Abb. 5 Coatlicue, ca. 1500, Mexica (Aztec) found on the SE edge of the Plaza mayor/Zocalo in Mexico City, Basalt
Abb. 6 Calcihuitlique 257 cm hoch, (National Museum of Anthropology, Mexico City)
Abb. 7 Belinda Gore: Rituelle Körperhaltungen Synthesis 1996: 96
Abb. 8 Sheela Na Gig aus dem 12. Jahrhundert in der Kirche von Kilpeck, Herefordshire, England, http://www.irelands-sheelanagigs.org/
Abb. 9 Torbogen, Kilsarkan Church Irland, http://www.irelands-sheelanagigs.org/
Abb. 10 Reuters/Nathan Howard: Protest in Portland, http://www.irelands-sheelanagigs.org/ Abb. 11 Medusa mit Pegasus, My favorit Planet.com ©David John
Abb. 12 Medusa am Dachgiebel in Kerkyra/ Korfu, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Close_up_of_Gorgon_at_the_pedi ment_of_Artemis_temple_in_Corfu.jpg
Abb. 13 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gorgoneion_Syrakus.jpg
Abb. 14 Sneaker Versace Medusa Blue
Abb. 15 Vogelgöttinnen aus Zypern Ton, 1500 v.d.Z.
Abb. 16 Christina Biaggi: Raging Medusa, 1998, 5 Fuß Durchmesser, Fiberglas

8 Quellen

8.1. Literaturverzeichnis

Weiler, G. (1991). Der enteignete Mythos. Frankfurt: Campus.
Andersen, J. (1977). The Witch on the Wall: Medieval Erotic Sculpture in the British Isles Hardcover.
Kopenhagen: Rosenkilde and Bagger.
Baer, G. (1984). Die Relegion der Matsigenka. Basel: Wepf.
Bode, I. (2001 ). Gottheiten, Geiste und Schamanen. Hamburg: 2a-Verlag.
Bourguinon, E. (1968). A Cross-Cultural Study of Dissociational States. Columbus: Columbus Ohio State University Press.
Bourguinon, E. (Religion, Altered States of Consciousness, and Sozial Change). 1973. Columbus: Ohio State University Press.
Cattani, P. (1922). Das Tatauieren-eine monographische Darstellung. Basel.
Cixous, H. (1975). The Laugh of the Medusa. In V. M. Garber N, The Medusa Reader. NY: Routlege.
Culpepper, E. (1986). Ancient Gorgons:. In G. a. Vickers, The Medusa Reder. NY: Routledge.
Dexter, M. R. (2013). Sacred Display: New Findings. Sino- Platonic Papers.
Douglas, M. (1966/1985). Reinheit und Gefärdung. Berlin: Reimer Verlag.
Eichner, S. (2008). Coatlicue – Die mit dem Schlangenrock. Nürnberg, Deutschland.
Emerson, V. (1972). Can Belief Systems Influence Neurophysiologie? Some Implications of Research on Meditation. News-letter Review, The R.M. Bucke Memorial Society, 5, S. 20-32.
Evans-Pritchard. (1988). Hexerei, Orakel und Magie bei den Zande. Surkamp.
Freitag, B. (2004). Sheela na gigs. NY: Routledge.
Goodman D., F. (1973). Speaking in Tongues. Ohio: Granville.
Goodman, & Goodman D., F. (1996). Trance, der uralte Weg zum religiösen Erleben. Güthersloh: Güthersloh.
Gore, B. (1997). Ekstatische Körperhaltungen. Essen.
Jerman, W. J. (1994). Images of Lust: Sexual Carving on Medieval Churche. London: Trafalgar Squere Publishing.
Knowlton W., T. (2016, Vol.27). FILTH AND HEALING IN YUCATAN: INTERPRETING IX HUN AHAU, A
MAYA GODDESS. Ancient Mesoamerica, p.319-332.
Lommel, A. (1966). Vorgeschichte und Naturvölker. London: Paul Hamlyn.
Malinowsky, B. (1922/1984). Argonauten des westlichen Pazifik S 23 – S 50. Frankfurt M.: Syndikat.
Margaret, M. (1922). Coming of Age in Samoa. NY: Harper and Collins.
Ovid. (kein Datum). Methamorphosen. 100 v.Chr.
Ranke Graves von, R. (1960). Griechischen Mythologie. Hamburg.
Reddeman, L. (2003). Imagination als heilsame Kraft. Stuttgart: Pfeiffer.
Taussig, M. (2013). Sympathiezauber Texte zur Ethnographie. Konstanz: University Press. Weißl, M. (1998). Torgottheiten. Wien: Dissertation.
Zausner, T. (2022). Die kreative Trance. Cambridge: Cambridge University Press.

8.2. Internetquellen

Cattani Paul: Das Tatauieren 1922
https://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/publikation/1558682001052/1558 682001052.pdf 20.08.2022
Führung durch Archäologische Museum Mexico City- Coatlicue – 20.08.2022 https://www.khanacademy.org/humanities/art-americas/early-cultures/aztec- mexica/v/coatlicue?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_term=Stuff%20you%20might%20like%20After%20Test%20Cohort%20Made&utm_campaign=Highlighted%20Content%20031515%2 0-%20Second%20List%20%5BFinal%5D
Monika Vidal – Tlaçolteotl 2020 – 27.08.2022 https://moniquevidal.medium.com/20-days-of-goddesses-til-imbolc-1414c0d14a94
Sheelas und Landkarten der Fundorte - 27.08.2022 http://www.irelands-sheelanagigs.org/
Protest Portland – 20.08.2022 https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Nackte-Athena-bietet-Trumps-Armee-die-Stirn- article21923694.html
https://orf.at/stories/3174293/
Tempels der Artemis in Kerkyra/ Korfu, Archäologisches Museum Korfu - 20.08.2022 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/common/0/0c/Close_up_of_Gorgon_at_the_pediment_of_ Artemis_temple_in_Corfu.jpg
Ilene Root - 15.08.2022 https://www.cuyamungueinstitute.com/articles-and-news/finding-medusa-postures/
Miriam Robbins Dexter 15.08.2022 https://www.jstor.org/stable/10.2979/fsr.2010.26.1.25?seq=1&cid=pdf-reference# The Ferocious and the Erotic: "Beautiful" Medusa and the Neolithic Bird and Snake”
Abb. 12 Medusa aus Syrakus - 20.08.2022 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gorgoneion_Syrakus.jpg
Abb. 13 Christina Biaggi: Raging Medusa, 1998, 5 Fuß Durchmesser, Fiberglas – 22.08.2022 https://www.cristinabiaggi.com/artwork/medusas 31.08.2022
Abb. 15 Vogelgöttinnen aus Zypern Ton, 1500 v.d.Z., -
https://www.metmuseum.org/art/collection/search/241098?high=on&rpp=90&pg=3&rndkey=20141 021&ft=*&pos=212 1.09.2022
Akido https://de.wikipedia.org/wiki/Aikid%C5%8D

Hermine Brzobohaty-Theuer

Stanislausgasse 4/9
1030 Wien
0043 676 47 48 112
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.frauenreise.at

Zugriffe: 977

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1030 Wien, Stanislausgasse 4/9 | Tel.: +43 676 47 49 112

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.