Wien 19.7.2018 WAs mich berührt

Federntempel
Was mich berührt, dem muss ich zuerst begegnen. Heute im Netz, weil ich mir, höchstwahrscheinlich, endlich, das neurenovierte Weltmuseum, auch von innen anschauen will. Da fällt mir dieser Federtempel auf. Wie groß dieses Ahninnen und Geisterhaus ist, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden. Museumsbeschreibung:
Federtempel (hale waiea)
Dieses weltweit einzigartige Modell eines hawaiianischen Zeremonialhauses in Form eines Federtempels wurde im Rahmen der dritten Weltumsegelung des britischen Seefahrers Kapitän James Cook (1728-1779) erworben. Das Hausmodell besteht aus einem Flechtwerk aus den gespaltenen Luftwurzeln einer Kletterpflanze und ist mit roten und gelben Federn besetzt. Die Türöffnung weist einen Dekor aus sieben angenähten Schildpattplättchen auf. In den Tempeln Hawai‘is befragten Priester Orakel über den Ausgang politischer und kriegerischer Unternehmungen und stimmten die weitere Vorgangsweise mit den Göttern ab. Das rare Stück kam nach Österreich als Baron Leopold von Fichtel 1806 nach London reiste um im Auftrag des österreichischen Kaiserhauses bei einer Versteigerung der Cook-Objekte aus dem Privatmuseum von Sir Ashton Lever Gegenstände für die Sammlungen des österreichischen Kaisers Franz I. zu erwerben.

Wien 16.7.2018 Schlussfogerung Kap. 6


6 Schlussfolgerung
Seit jeher suchen Menschen sich auszudrücken. Eindrucksvoll Zeugnisse finden wir an Höhlenwänden Spaniens und Frankreichs, an Felswänden der Sahara und Australiens. Figürliche Funde geben eine Vielfalt des inneren und äußeren Kosmos der frühen Menschen wieder. Dass dieses sich Ausdrücken in einem engen Zusammenhang mit Bewusstsein und der Verbindung zum Überpersönlichen und damit zu außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen steht, habe ich versucht in den Kapiteln über die drei Künstle-rinnen aufzuzeigen. Im zweiten Teil meiner Arbeit widme ich mich der Ekstatische Trance, die durch rituelle Körperhaltungen hervorgebracht wird. Anhand der zitierten wörtlichen und graphischen Beispiele, wird ein Einblick in die allumfassende positive Wirkung dieses bewusstseinsverändernden Weges aufgezeigt.
Zwei Bereiche hätten ich gerne noch genauer angeschaut, wie die der Entstehung von inneren Bildern, ohne externe Drogen und die Wechselwirkung von Bildern auf Körper und Psyche. Das andere ist die Wirkung des sogenannten morphogenetischen Feldes. Damit meine ich die vernetzten Bilder und Erlebnisse, die in der Trance erfahre werden, wenn gemeinsam das Ritual vollzogen wird.
Weiters ist die Möglichkeit des Einsatzes in der Gesundheitsprävention ein noch zu hinterfragendes Thema.
Abschließend sei noch betont, dass laut indigener Lehren es erst das manifeste Mitbringen aus der anderen Wirklichkeit, sei es durch Schreiben und Zeichnen, ermöglicht, die erlebten, schönen und aufregenden Inhalte, im alltäglichen Bewusstsein zu verankern.  Dadurch bleibt es nicht nur beim momentanen sinnlichen Erleben, sondern dadurch erst können die ungewöhnlichen Erfahrungen, auch sinnvoll und nachhaltig umgesetzt werden. Text aus: Bewusstheit und Kreativität und die Rituellen Körperhaltungen nach Felicitas D. Goodman, Hermine Brzobohaty-Theuer 2018, S: 19.

Wien 13.7.2018 Schreibende Nöstlinger

Seit vielen Jahren lese ich Christine Nöstlinger. Ihre Kinderbücher und auch anderes wie " Iba de gaunz oamen Frauen". Schon Ende der 70er habe ich mich von ihrer Sprache erkannt gefühlt. Wenn sie beispielsweise schreibt, wie in einem Wiener Gemeindebau, am selben Wochentag um halb eins zu Mittag, alle Hausfrauen am gleichen Küchenblock den gleichen Spinat aus dem Packerl kochen. (und ich im 8 Stock in der Küche eines fast Gemeindebaus stehe) Vielleicht hatte das eine der notwendigen Sprengkräfte aus der Enge konservativer Zwänge auszubrechen. Und sie hat vielleicht für viele die richtigen Worte gefunden. DANKE Christine Nöstlinger!

Hermine Brzobohaty-Theuer | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Adresse: 1060 Wien, Windmühlgasse 14 | Tel.: +43 (01) 715 46 28